Die Opernsanierung auf dem Prüfstand

Köln braucht dringend ein Konzept für Großbauprojekte

Die Jamaika-Koalition hat im Rat am 15.03.2016 die Chance für einen echten Neustart verpasst. Angesichts der Anzahl und Schwere der Mängel sowie der vielen ungeklärten Fragen auf der Baustelle zur Finanzierung und den Verantwortlichkeiten war das eine zweifelhafte Entscheidung. “Es ist mir unverständlich, wie man bei Jamaika einerseits von einem unvorstellbaren Ausmaß an Pannen auf der Baustelle sprechen kann und dann ein “Weiter so” beschließt”, so Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Es steht zu erwarten, dass diese Entscheidung – gegen einen geordneten Neuanfang – die Stadt und damit die Steuerzahler noch viele zusätzliche Millionen Euro kosten wird. Es ist jetzt aber auch das Gebot der Stunde nicht nur auf die Auswirkungen, sondern ebenso auf die Ursachen zu schauen.

Klaus Schäfer - Kandidat für den Wahlkreis Lindenthal

Prof. Klaus Schäfer – Kulturpolitischer Sprecher

 

Laut Mitteilung der Verwaltung vom 14.03.2016 ergeben sich bei Großprojekten der Stadt in Köln Kostensteigerungen von rund 6,5 %. Die Belastung des städtischen Haushalts durch diese Kostensteigerung ist enorm. Bei der Kostensteigerung von 6,5 % ist die massive Verteuerung der Opernsanierung noch gar nicht eingepreist. Man muss weder Mathematiker noch Hellseher sein, um zu erkennen, dass die Kostensteigerung dann noch viel dramatischer ausgefallen wäre.

Die Ursachen für die Kostensteigerung von Großprojekten mögen mannigfaltig sein und auch nicht immer im unmittelbaren Einflussbereich der Stadt liegen. Aber gerade das Baudesaster am Offenbachplatz lässt erkennen, dass hier viele vermeidbare Fehler begangen wurden – angefangen bei den Bauplanungen über die Durchführung und die Überwachung bis hin zu unklaren Verantwortlichkeitsstrukturen. Die Ursachen müssen jetzt mit externem Sachverstand analysiert und aufgearbeitet werden.

Die SPD-Fraktion setzt sich weiterhin für eine vollständige Klärung der Ursachen und Verantwortlichkeiten auf der Opernbaustelle ein, um die Erkenntnisse in einem konstruktiven Prozess für Großprojekte nutzbar zu machen.

Veröffentlicht am in Bauen und Wohnen, Kunst & Kultur, Ratsfraktion
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