Flüchtlingsunterbringung in Turnhallen

Jochen Ott: „Keine weitere Belegung von Turnhallen! Bis zum Jahresende müssen sie Sportvereinen und Schulen wieder zur Verfügung stehen.“

Zu Beginn der Woche hat die Stadt in Vogelsang eine weitere Turnhalle belegt. Damit sind in Köln bereits sieben Sporthallen als Flüchtlingsunterkünfte belegt.

OB-Kandidat Jochen Ott stellt dazu fest: „Weiter wird eine Turnhalle nach der anderen belegt. So kann es nicht weiter gehen. Die Schließung von Sporthallen hat gravierende Auswirkungen auf den Vereins- und Schulsport. Wir bringen uns selbst um die Möglichkeit, die Menschen hier über den Sport zu integrieren. Das darf nicht sein. Ich fordere deshalb die Verwaltung auf, bis zum 31. Dezember 2015 die vorübergehend belegten Turnhallen wiederfreizugeben. Bevor immer weitere Sporthallen belegt werden, erwarte ich von der Verwaltung die ernsthafte Prüfung anderer Optionen. Städte wie München schaffen dies auch. Die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen darf keine Dauerlösung werden, nur weil sie auf den ersten Blick als die einfachste Option erscheint. Dem Sport, unseren Kindern und den Flüchtlingen entsteht dadurch ein dauerhafter Schaden. Das will und werde ich nicht akzeptieren!

 

Die Behauptung der Verwaltung, dass die Unterbringung in weiteren Turnhallen derzeit unumgänglich sei, weist Jochen Ott zurück: „Die dramatische Flüchtlingssituation in der Stadt hat die Verwaltung selbst mit zu verantworten. Zahlreiche alternative Unterbringungsmöglichkeiten werden diskutiert, aber immer wieder verworfen, weil noch Sporthallen zur Verfügung stehen. Das ist der falsche Weg! Ich erwarte von der Verwaltung, dass sie eine zeitliche Perspektive eröffnet und so schnell wie möglich die Prüfung von alternativen Unterbringungsmöglichkeiten wie z.B. von Hallen in Leichtbauweise erfolgt. Diese Unterbringung ermöglicht den Flüchtlingen auch mehr Privatsphäre.

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