Koalitionsvereinbarung 2009-2014 – Kapitel 12

12. Energie

Als Mitglied im „Klimabündnis der europäischen Städte“ hat sich Köln verpflichtet, die CO2-Emissionen alle fünf Jahre um 10 Prozent zu senken. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, brauchen wir ein Bündel wirksamer Maßnahmen:

  • Aufbauend auf der CO2-Bilanz (wird zurzeit erstellt) und dem CO2- Minderungskonzept soll in erster Linie der Energiebedarf gesenkt und dazu ein Programm zur energetischen Sanierung des Kölner Altbaubestandes aufgelegt werden. Hierbei sind alle Akteure mit einzubeziehen und zu vernetzen.
  • Für die städtischen Gebäude streben wir eine Senkung des Energieverbrauchs um 5 Prozent jährlich an. Dazu werden u. a. die städtischen Energieleitlinien weiter verschärft und die Gebäudewirtschaft personell und finanziell so ausgestattet, dass die energetische Sanierung städtischer Gebäude beschleunigt werden kann.
  • In Bebauungsplänen und städtebaulichen Verträgen werden wir die Möglichkeiten zur Festlegung hoher energiebezogener Standards nutzen.
  • Das Kölner Fernwärmenetz wird forciert ausgebaut (z. B. durch Anschluss des Clouth-Geländes, des ehemaligen KHD-Geländes in Deutz sowie der Neubaugebiete in der Südstadt/Bayenthal). Wo Fernwärme nicht möglich ist, sollen Nahwärmeinseln mit Kraft-Wärme-Kopplung (Blockheizkraftwerke) erschlossen werden.
  • Bei den erneuerbaren Energien wollen wir das Ziel der Bundesregierung (30 Prozent der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen bis 2020) deutlich übertreffen. Hier werden wir uns dafür einsetzen, dass vor allem die RheinEnergie ihre eingeleitete Neuausrichtung hin zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen beschleunigt vorantreibt.
  • Es soll geprüft werden, inwieweit auf Kölner Stadtgebiet sinnvoll ein für Windturbinen attraktives Gebiet als Konzentrationszone ausgewiesen werden kann.
  • Die geeigneten städtischen Gebäude sollen mit Solaranlagen bestückt werden. Wir befürworten Projekte, wie „solare Bürgerkraftwerke“.
  • Die bereits beschlossenen Projekte wie Ökoprofit und Energiesparberatung vor allem für finanziell schwache Bürger werden fortgeführt und ausgeweitet.