GAG Immobilien AG für wohnungspolitische Herausforderungen stärken

Neuausrichtung erleichtert die Schaffung bezahlbaren Wohnraums und ermöglicht die Übernahme gesamtstädtisch wichtiger Aufgaben

Wohnen in Köln muss für alle Einkommensschichten bezahlbar bleiben. Insbesondere mit Blick auf den prognostizierten Anstieg der Einwohnerzahlen um mindestens 50.000 in den nächsten Jahren besteht ein hoher Handlungsbedarf. „Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurden in den vergangenen Jahren bereits wichtige Schritte unternommen“, so Martin Börschel MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln. „Hierzu gehören insbesondere verstärkte Anreize zur Errichtung von geförderten Wohnungen, aber auch die Verpflichtung privater Investoren, auf eigenem Grund geförderten Wohnraum zu errichten.“

Ein weiterer wichtiger Baustein wird die Neuausrichtung der GAG sein, die die SPD-Fraktion in der Februar-Sitzung des Rates der Stadt Köln initiieren wird. Martin Börschel: „Die GAG kann ihrer herausragenden Bedeutung für gesamtstädtische Belange besser gerecht werden, wenn sie nicht mehr börsennotiert ist. Die GAG muss in die Lage versetzt werden, nicht nur preiswerten Wohnraum zu errichten, sondern z.B. auch im Quartiersmanagement eine wichtige Rolle zu übernehmen. Starre Kapitalmarktregeln für börsennotierte Unternehmen mit hohen Renditeerwartungen stehen dem leider entgegen. Zudem entstehen durch umfangreiche Berichtspflichten börsennotierten Unternehmen immense Kosten.“

Um die wohnungspolitische Bedeutung der GAG und ihre Handlungsfähigkeit zu stärken, soll die GAG zukünftig nicht mehr an der Börse notiert sein. Dies bedeutet aber nicht, dass die GAG nicht auch zukünftig nach betriebswirtschaftlichen Regeln geführt wird. „Selbstverständlich darf die GAG kein Zuschussbetrieb werden“, so Martin Börschel weiter. „Aber: die Gewinnmaximierung darf nicht länger im Vordergrund stehen. Nur wenn die GAG nicht mehr an der Börse notiert ist, kann sie stärker als bislang im Interessen aller Kölnerinnen und Kölner agieren. Diese Handlungsfähigkeit bedeutet für Köln einen nicht hoch genug zu schätzenden Gewinn.“

Veröffentlicht am in Bauen und Wohnen, Ratsfraktion