Martin Schulz plädiert in Köln für mehr europäische Demokratie

Die Kölner SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Dörmann, Dr. Rolf Mützenich und Prof. Dr. Karl Lauterbach konnten am 15. März Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, als prominenten Gastreferenten ihrer „Fraktion vor Ort“- Veranstaltung begrüßen. Im voll besetzten Altenberger Hof in Köln-Nippes griff Schulz mit der ihm eigenen Leidenschaft die Frage auf, was denn die Idee, die „Seele“ Europas sei. Dass Nationen und Völker über staatliche, sprachliche sowie kulturelle Grenzen hinweg miteinander zusammenarbeiten, mache für ihn den Kern der europäischen Idee aus, so Schulz. Das Europa des 21. Jahrhunderts stehe, so warnte er, vor monumentalen Herausforderungen. Würden diese nicht gemeistert, könnte der Binnenmarkt zerfallen und die Arbeitslosigkeit weiter steigen. Europas Staaten wären den USA oder den Schwellenländern hoffnungslos unterlegen, während von innen ein neuer Rechtspopulismus drohe. „Nur wenn das rein nationalstaatliche Denken überwunden werde, kann Europa Bestand haben.“

Martin Schulz plädierte daher für eine echte europäische Demokratie mit einem gestärkten Parlament und einem Zurückdrängen der Bürokratie. Für ein Europa, dessen soziale Gerechtigkeit weiterhin weltweit als Vorbild gelten kann. „Nur wenn diese Errungenschaften selbstbewusst verteidigt werden, kann unser Wohlstand gesichert und unser Kontinent vor der Bedeutungslosigkeit bewahrt werden.“ Eindringliche Botschaft und Fazit des Abends: Europa kann nur gemeinsam gelingen.

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