#meToo: Sexismus ist immer noch Alltag von Millionen Frauen – Männer müssen sich ihrer Verantwortung stellen

Unter dem Hashtag #meToo berichten seit Mitte Oktober Millionen Frauen weltweit über ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit sexueller Belästigung und Alltags-Sexismus. Es hat bereits viele Kampagnen und Aufrufe gegeben, den täglichen Sexismus gegen Frauen sichtbar zu machen. An dem Problem hat sich seitdem nicht viel geändert. Auch wenn die SPD durch die gesetzliche Verankerung des Grundsatzes „Nein heißt Nein“ das sexuelle Selbstbestimmungsrecht der Frauen gestärkt hat. Ursache für das herabwürdigende und übergriffige Verhalten von Männern gegenüber Frauen ist das Machtgefälle zwischen den Geschlechtern, das wir noch lange nicht überwunden haben.

Neu an der aktuellen Diskussion in den sozialen Netzwerken ist, dass sich nun unter dem Hashtag #HowIwillchange auch Männer zu Wort melden. Sie diskutieren, wie sie mit ihrem Verhalten dazu beitragen können, ihre Partnerinnen, Töchter und Kolleginnen vor Belästigung und Diskriminierung zu schützen. Trotzdem halten sich noch viel zu viele Männer aus der aktuellen Debatte heraus und schauen beim Thema Sexismus weg.  „Männer müssen sich an der Diskussion beteiligen und ihren Teil der Verantwortung übernehmen, Sexismus zu bekämpfen. Es sind nicht alle Männer Täter! Aber fast alle Männer schweigen dazu, wenn sich andere Männer abfällig über Frauen äußern oder sich gar damit brüsten, Frauen sexuell belästigt zu haben. Das muss sich ändern!“ erklärt die AsF Vorsitzende, Marion Sollbach.

Die aktuelle Debatte zeigt erneut, dass sich fast ausschließlich Frauen mit dem Thema auseinandersetzen und die meisten Männer schweigen. Sexismus ist jedoch ein gesamtgesellschaftliches Problem und kann daher auch nur gesamtgesellschaftlich gelöst werden.

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