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Ratsreport vom 3. Mai 2018

Aus der Ratsfraktion

Der Ratsreport von der Sitzung am 3. Mai 2018 enthält alle wichtigen Entscheidungen.

Thema war dieses Mal:

    • Erklärung von Martin Börschel
    • Sinkende Baugenehmigungen für neue Wohnungen
    • Mehr Menschen besser bewegen!
    • Jahrhundertchance für die Kölner Geschichte
    • Karl Marx is ne Kölsche Jung
    • Standort Kalkberg aufgeben
    • Mehr OGTS-Plätze in Köln
    • Kölner Innogy-Standort sichern – Arbeitsplätze erhalten
    • Zukunft der Bastei
    • Blitzermillionen

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Veröffentlicht am in Rat der Stadt Köln, Ratsfraktion

Mülheim-Süd: Bezahlbar wohnen statt Spekulationen

Aus der Ratsfraktion

„moderne stadt“ soll Otto-Langen-Quartier kaufen. Schlüsselgrundstück für Entwicklung von Mülheim-Süd. SPD spricht sich dringend für Ankauf aus.

Michael Frenzel: “Für Mülheim ist es ein großer Gewinn, dass sich unser Vorschlag am Ende doch durchgesetzt hat.”

Der geplante Kauf des Otto-Langen-Quartiers in Mülheim durch die stadteigene Entwicklungsgesellschaft „moderne stadt“ wäre ein großer Schritt für die sozial ausgewogene Entwicklung von Mülheim-Süd. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln begrüßt diesen Schritt ausdrücklich und spricht sich für den Ankauf aus, durch den 400 Wohnungen entstehen können.

Michael Frenzel, stadtentwicklungspolitischer Sprecher: „Das wäre eine sehr gute Nachricht für die Entwicklung von Mülheim-Süd. Das Otto-Langen-Quartier ist ein Schlüsselgrundstück für ein gemischtes Veedel und eine Referenz für die weitere Entwicklung im Mülheimer Süden. Gerade deshalb ist es so wichtig, dort die Weichen richtig zu stellen. Mit „moderne stadt“ ist nun ein Partner im Boot, der schon Projekte wie das Clouth-Gelände und die Neue Porzer Mitte ins richtige Fahrwasser gebracht hat. Damit wird exakt der SPD-Antrag aus dem Stadtentwicklungsausschuss umgesetzt, den CDU, GRÜNE und FDP eigentlich schon weggestimmt hatten. Für Mülheim ist es ein großer Gewinn, dass sich unser Vorschlag am Ende doch durchgesetzt hat.“

Frenzel weiter: „Wir haben durchgesetzt, dass im Otto-Langen-Quartier mindestens 30 % öffentlich geförderte Wohnungen entstehen – ein wichtiger Schritt für dringend benötigten preiswerten Wohnraum. Die Stadt muss nun alles dafür tun, dass die Quartiersentwicklung vor Ort schnell weitergeht. Wir unterstützen „moderne stadt“ voll und ganz bei den möglichen Ankaufsplänen. Das städtebauliche Konzept erhält weitgehend die historische Bausubstanz inklusive der „Wiege der Weltmotorisierung“ und bildet dafür eine gute Grundlage.“

Die SPD hatte zuvor kritisiert, dass sich das Land mit dem Verkauf des Grundstücks von NRW-Urban aus der Quartiersentwicklung zurückziehen will und damit den Einfluss der öffentlichen Hand auf die Entwicklung des Veedels erheblich reduziert. Frenzel: „Der Verkauf am Markt zu Höchstpreisen scheint vom Tisch zu sein. Umso besser, dass sich diese Ideologie nicht durchzusetzen scheint und nun öffentliche Träger wieder Einfluss auf die Entwicklung erhalten. Gut so: Wir brauchen schnell neuen bezahlbaren Wohnraum statt Bodenspekulationen.“

Veröffentlicht am in Ratsfraktion, Stadtentwicklungsausschuss

Sinkende Baugenehmigungen: SPD schlägt Alarm

Aus der Ratsfraktion

Erdrutsch bei neuen Baugenehmigungen für Wohnungen in Köln. Frenzel: „Dramatische Entwicklung“. Wohnen in Köln droht für mittlere und geringe Einkommen unbezahlbar zu werden.

2.600 Genehmigungen für neue Wohnungen in 2017 – die SPD-Fraktion ist entsetzt über diese Antwort der Stadtverwaltung auf ihre aktuelle Anfrage zum zentralen Zukunftsthema Wohnen. Und es wird noch schlimmer: Fertiggestellt wurden im letzten Jahr sogar nur rund 2.100 Wohnungen.

Michael Frenzel: “Bei der Verwaltung müssten alle Alarmglocken schrillen!”

Michael Frenzel, stadtentwicklungspolitischer Sprecher: „Das ist eine dramatische Entwicklung. Der Wohnungsmarkt in Köln rutscht immer weiter ins Minus. Bis 2029 fehlen rund 60.000 neue Wohnungen. In 2018 und 2019 müssten wir sogar jeweils 8.000 Wohnungen bauen, um den Rückstand aufzuholen und den dringendsten Bedarf zu decken. Da müssen doch angesichts der aktuellen Zahlen bei der Verwaltung alle Alarmglocken schrillen. Stattdessen hören wir nun, dass in den zuständigen Ämtern 94 Stellen nicht besetzt sind. Hier wird gerade eine Entwicklung komplett verschlafen, die schon lange wie ein Damoklesschwert über Köln hängt.“

Frenzel abschließend: „Fehlende Wohnungen und steigende Mieten gehören zu den größten Problemen, die wir im Moment in Köln lösen müssen. Wohnen ist ein Menschenrecht. Für uns als SPD ist klar: Alle Menschen müssen sich in Köln eine Wohnung leisten können, auch Menschen mit geringem Einkommen. Wir haben dazu im Herbst 2017 ein Wohnungsbauprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro gefordert. Aber das Bündnis von CDU und Grünen hat den Ernst der Lage offensichtlich immer noch nicht erkannt. Mit dieser Politik werden sich mittelfristig nur noch Reiche das Leben in unserer Stadt leisten können – eine Vorstellung, gegen die wir weiter mit aller Kraft kämpfen werden.“
Hier klicken für die Antwort der Stadtverwaltung (externer Link).

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SPD bekennt sich zur Historischen Mitte

Aus der Ratsfraktion

Jahrhundertchance, Kölner Geschichte im Zentrum zusammenzuführen. Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Zukunft für das Zeughaus sichern.

Prof. Klaus Schäfer: “Im neuen Gebäude und mit modernem Konzept wird das Stadtmuseum eine Kultur- und Bildungseinrichtung für Kölnerinnen und Kölner sowie ein Besuchermagnet für Menschen aus aller Welt sein.”

Die SPD im Kölner Stadtrat bekennt sich zum Projekt der Historischen Mitte. Am Mittwochabend hat sich die Fraktion einstimmig für den Neubau des Kölnischen Stadtmuseums am Roncalliplatz ausgesprochen. Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher: „Uns bietet sich die Jahrhundertchance, die Kölner Geschichte an diesem zentralen Ort zusammenzuführen. Mit dem neuen Gebäude kann das Kölnische Stadtmuseum endlich aus seinem Nischendasein heraustreten. Im neuen Gebäude und mit modernem Konzept wird das Stadtmuseum eine Kultur- und Bildungseinrichtung für Kölnerinnen und Kölner sowie ein Besuchermagnet für Menschen aus aller Welt sein.“

Wichtig ist, dass der Bau auch tatsächlich im geplanten Zeit- und Kostenrahmen fertiggestellt wird. Prof. Schäfer weiter: „In den letzten Monaten und Jahren wurde viel Vertrauen verspielt – gerade was den Bau von Kulturbauten angeht. Umso wichtiger ist es, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit wie dem Bühnendesaster wirklich lernt: erst planen, dann bauen. Mit der Kirche als seriösem Partner ist dafür eine wichtige Voraussetzung geschaffen.“

Michael Frenzel: “Die Historische Mitte ergänzt das städtebauliche Ensemble im Schatten des Doms und lädt zu einer großartigen Zeitreise durch die Stadtgeschichte ein.”

Aktuell ist das Stadtmuseum im Zeughaus untergebracht. Prof. Schäfer fordert: „Für das Zeughaus muss jetzt schnell ein Zukunftskonzept entwickelt werden. Hier muss die Stadtverwaltung schnell liefern. Ein Zustand wie beim alten Rautenstrauch-Joest-Museum am Ubierring darf sich keinesfalls wiederholen.“

 

Michael Frenzel, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, betont die städtebaulichen Chancen des Vorschlags: „Die Historische Mitte ergänzt das städtebauliche Ensemble im Schatten des Doms und lädt zu einer großartigen Zeitreise durch die Stadtgeschichte ein. Der aktuelle Entwurf ist dieses herausragenden Ortes der Via Culturalis würdig. An einzelnen Punkten – beispielsweise der Fassadengestaltung und Eingangssituation – sehen wir noch Verbesserungsbedarf. Dazu werden wir uns im weiteren Planungsprozess konstruktiv einbringen.“

Prof. Klaus Schäfer: „Uns bietet sich die Jahrhundertchance, die Kölner Geschichte an diesem zentralen Ort zusammenzuführen.” Bild: © Staab Architekten GmbH

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Landesregierung verzögert neue Gesamtschule in Kalk

Aus der Ratsfraktion

Frühester Planungsbeginn 2026. SPD-Ratsfraktion kritisiert Verzögerung und „Salamitaktik“ der Landesregierung. Philippi: Wir brauchen endlich eine verlässliche Aussage.

Rückschlag für die neue Gesamtschule in Kalk: Wie die Landesregierung auf eine Anfrage der drei rechtsrheinischen Kölner SPD-Abgeordneten dos Santos Herrmann, Ott und Börschel mitteilt, wird das landeseigene Grundstück am Walter-Pauli-Ring noch mindestens bis Ende 2026 als Interimsfläche für die Technische Hochschule Köln benötigt.

Franz Philippi: “Das Land fährt eine Salamitaktik!”

Franz Philippi, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, kritisiert: „Es ist nicht hinnehmbar, dass wir immer weiter vertröstet werden. Das Land fährt eine Salamitaktik und kann immer noch nicht genau sagen, was es wann mit dem Grundstück vorhat. Bisher hieß es, dass das Grundstück erst 2024 an die Stadt verkauft werden kann und somit erst dann für eine dringend benötigte Gesamtschule zur Verfügung stehen wird. Jetzt ist plötzlich von Ende 2026 die Rede. Wir brauchen endlich eine verlässliche Aussage.“

Philippi weiter: „Die Stadtverwaltung kann nun nicht einmal mit der Planung beginnen. Dabei brauchen wir viele neue Gesamtschulplätze in Köln: Fast 1.000 Schülerinnen und Schüler wurden in diesem Jahr an Kölner Gesamtschulen abgelehnt, weil nicht genug Plätze vorhanden sind. In Kalk gibt es eine der wenigen Flächen, die überhaupt für neue Gesamtschulen in Frage kommen. Wenn die Landesregierung den Schulbaunotstand nicht weiter verschärfen will, muss es hier eine schnelle und verlässliche Lösung geben.“

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