Städtebaulich ansprechende und kostengünstige Alternative zum Roten Haus ist möglich

SPD-Ratsfraktion begrüßt das Ergebnis des vom Kölner Haus- und Grundbesitzerverein und von der Fachhochschule Köln ausgelobten Planungswettbewerbs zur Gestaltung des U-Bahn-Zugangs am Alter Markt

Mut zur Lücke – von diesem passenden Motto haben sich die Preisträgerinnen bei ihrem Entwurf für den Zugang zur U-Bahn-Haltestelle Rathaus am Alter Markt leiten lassen. Hierzu Martin Börschel MdL, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Köln: „Wie erwartet hat sich gezeigt, dass sich hervorragende Ergebnisse finden lassen, wenn man Scheuklappen ablegt und nicht länger nach dem Motto ‚koste es, was es wolle’ an überkommenen Vorstellungen festhält.“

Die Errichtung einer kaum nutzbaren und zudem immens teuren Aufzughülle namens Rotes Haus ist nur eine, und zwar eine schlechte Alternative für die Gestaltung des U-Bahn-Zugangs am Alter Markt. Zur Erinnerung: die Kosten für die Verlegung des Aufzugs in das Rote Haus, die zunächst mit 3.840.000 Euro beziffert worden waren, sind zuletzt um rund 58 % auf 6.055.000 Euro gestiegen. Zu diesen Kosten würden die Errichtungskosten des Roten Hauses selbst kommen, die zuletzt auf 4.000.000 € geschätzt worden waren und damit auch weit höher lagen, als ursprünglich angenommen. Martin Börschel: „Bei der derzeitigen äußerst angespannten Finanzsituation der Stadt Köln mehr als 10 Millionen Euro für den von seiner Nutzbarkeit her fragwürdigen Neubau des Roten Hauses verprassen zu wollen, ist mit meiner Fraktion nicht zu machen.“

Das Wettbewerbsergebnis hat gezeigt, dass es für diese herausragende Stelle in der Historischen Altstadt ansprechende, offenere und nicht zuletzt kostengünstigere Alternativen zum Roten Haus gibt, mit der auch die Rettungswegesituation für Großveranstaltungen auf dem Alter Markt verbessert werden kann. Martin Börschel: „Es ist jetzt an der Zeit, neu zu denken und auf die Wiedererrichtung des Roten Hauses endgültig zu verzichten! Ich appelliere daher an die anderen Fraktionen im Kölner Rat, ihre Scheuklappen abzulegen.“

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