Artikel mit dem Stichwort: Bühnen der Stadt Köln

Bühnen-Sanierung: Köln wieder mal blamiert

Aus der Ratsfraktion

Stadtverwaltung braucht beim Bauen endlich klare Strukturen

Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

„Die heute vorgelegten Zahlen zur Sanierung der Bühnen Köln belegen zweierlei: Obwohl die Kosten jetzt schon bei deutlich über einer halben Milliarde Euro liegen, wissen wir immer noch nicht, wieviel Geld die Sanierung am Ende wirklich verschlingen wird. Und: Es hat sich leider als richtig erwiesen, dass wir von Anfang an gegen diesen Sanierungsbeschluss waren“, kommentiert Prof. Klaus Schäfer den Zwischenbericht der Stadtverwaltung.

„Wir nähern uns langsam Ausmaßen wie bei der Hamburger Elbphilharmonie. Und wer garantiert uns denn, dass dies nun die endgültigen Zahlen sind?“, fragt der kulturpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Der Projektleiter spricht selbst nur von einer ‚nach heutigem Stand‘ realistischen Perspektive. Bis 2022 kann also noch unendlich viel passieren. Gibt Bernd Streitberger die Garantie ab, dass das Millionengrab Bühnen nicht noch mehr Geld verschlingt? Und was sagt eigentlich die Oberbürgermeisterin?“

Inge Halberstadt-Kausch, baupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion

Die Stadtverwaltung müsse endlich Lehren aus den unzähligen Baudesastern und -skandalen ziehen, fordert Inge Halberstadt-Kausch, baupolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. „Köln steht bundesweit blamiert da – wieder einmal! Das Chaos beim Thema Bauen zeigt: Es gibt innerhalb der Verwaltung keine klaren Zuständigkeiten, keine klaren Strukturen, keine klare Ordnung aus der Stadtspitze. Das muss sich dringend ändern. Bauen gehört endlich in eine Hand. Die Feuerwehr sollte keinen Hubschrauberlandeplatz bauen müssen, die Kulturdezernentin keine Museen oder Opern und die Schuldezernentin keine Schulen. Das kann nur zu Chaos führen. Für die Gebäude gibt es das Baudezernat: Bauen gehört zu Bauen!“

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Landesregierung bekennt sich zum Kulturstandort Köln

Aus der Ratsfraktion

Ministerin Kampmann unterzeichnet Fördervereinbarung in Köln

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt begrüßt das Bekenntnis der Landesregierung zum Kulturstandort Köln. Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, erklärt: „Die städtischen Bühnen und das Gürzenich-Orchester sind zwei Leuchttürme unserer städtischen Kulturlandschaft. Wir freuen uns, dass die Landesregierung ihnen mit dieser Vereinbarung die Planungssicherheit gibt, die gerade im Kulturbereich mit seinen langen Planungsvorläufen so dringend notwendig ist.“

Das Land NRW verpflichtet sich, bis einschließlich der Spielzeit 2019/20 die städtischen Bühnen mit jeweils 1.534.000 Euro und das Gürzenich Orchester mit 455.000 Euro zu bezuschussen. Schäfer weiter: „Ministerin Kampmann hat völlig recht, dass gerade in der heutigen Zeit Theater wichtige Orte der gesellschaftlichen Debatte, der Begegnung und der kulturellen Bildung sind. Deshalb freut uns besonders, dass die Vereinbarung auch spezielle Mittel für theaterpädagogische Maßnahmen vorsieht, um mehr Kölnerinnen und Kölnern ob klein oder groß den Weg in die Kultureinrichtungen zu bereiten. Wir sind gespannt auf den angekündigten zweiten Theaterpakt, mit dem die Landesregierung die Förderung weiter stärken will.“

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