Ratsreport vom 28. September 2017

Aus der Ratsfraktion

Der Ratsreport von der heutigen Sitzung des Rates der Stadt Köln. Er enthält alle wichtigen Entscheidungen und Beschlüsse aus der Ratssitzung vom 28. September 2017.

Unsere Themen:

  • Keine Ausweitung der Sonntagsöffnungen in Köln!
  • Mehr Grün für Kölns Dächern und Fassaden!
  • Neustrukturierung Gebäudewirtschaft: Neue Konflikte vorprogrammiert
  • Baugenehmigungen in Köln brechen dramatisch ein
  • Gesamtinstandsetzung der Mülheimer Brücke: Zu viele offene Fragen
  • Schwarz-gelbe Studiengebühren gefährden den internationalen Austausch und sind diskriminierend
  • Städtisches Drogenhilfekonzept endlich beschlossen
  • Ebertplatz: Neugestaltung mit Hochdruck voranbringen
  • „Win-Win“: Projekt gegen Arbeitslosigkeit bis 2019 verlängert
  • Gute Neuigkeiten für die Schülerinnen und Schülerim Kölner Westen und in Höhenhaus
  • Was unternimmt die Stadt gegen illegale Spielhallen und Wettbüros?
  • Maßnahmenbündel für Sozialräume beschlossen
  • Startschuss: Entwicklung des Kolbhallengeländes kann losgehen
  • Severinstraße: Aufwertung und besseres Standortmarketing beschlossen
  • Stelle für neuen Wohnungs- und Schulbaudezernenten wird ausgeschrieben. Experte/Expertin gesucht!
  • SPD-Fraktion ordnet einige Aufgaben neu

Download (PDF, 1.24MB)

Veröffentlicht am in Rat der Stadt Köln, Ratsfraktion

Drogenhilfekonzept: Keine weiteren Verzögerungen mehr!

Aus der Ratsfraktion

Michael Paetzold, Vorsitzender Sozialausschuss

Paetzold: Drogenhilfe wird auch in den Veedeln gebraucht. Schnelle Umsetzung und transparente Verfahren sind wichtig

Das wurde auch Zeit: Endlich hat die Stadtverwaltung das langersehnte Drogenhilfekonzept vorgelegt. Michael Paetzold, Vorsitzender des Sozialausschusses: „Drogenkranke Menschen brauchen Unterstützung dabei, ihre Sucht in den Griff zu bekommen und zurück in ein geregeltes Leben zu finden. Die SPD hat lange für ein umfassendes Konzept gekämpft. Das hat leider schon viel zu lang gedauert. Jetzt darf es keine weiteren Verzögerungen geben.“

Die Forderung der SPD nach einem Drogenkonsumraum in der Nähe des Neumarktes wurde ebenso aufgegriffen wie die Einrichtung von Drogenkonsumräumen in Mülheim und Kalk. „Das ist absolut begrüßenswert. Mit Drogenkonsumräumen bieten wir den Süchtigen passgenaue Hilfemaßnahmen an und nehmen gleichzeitig den ungeschützten Drogenkonsum aus der Öffentlichkeit – auch zum Schutz unserer Kinder. Aber auch in Sozialräumen mit besonderer Drogenproblematik wie Chorweiler, Kölnberg oder Porz gibt es großen Bedarf nach solchen Hilfsangeboten. Die Unterstützung für suchtkranke Menschen darf nicht an den Grenzen der Innenstadt enden“, so Paetzold. „Und es darf jetzt nicht wie vorgeschlagen bis 2019 dauern, bis hier etwas passiert!“

Paetzold betont, wie wichtig offene Verfahren und die Beteiligung der Anwohner beim Thema Drogenkonsumräume sind: „Hier ist am Neumarkt schon viel falsch gemacht worden. Die Sorgen der Menschen vor Ort sind konkret und werden von uns ernst genommen. Um die Anwohner von den Vorteilen eines Drogenkonsumraumes zu überzeugen und ein besseres Sicherheitsgefühl zu schaffen, ist ein absolut transparentes Verfahren nötig. Das muss unbedingt besser werden.“

Paetzold abschließend: „Bei der Hilfe für suchtkranke Menschen dürfen wir nicht locker lassen. Die Stadtverwaltung muss auch die Situation der aus Osteuropa nach Köln gekommenen und häufig von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen im Blick behalten. Hier müssen Angebote geschaffen werden, die neue Obdachlosigkeit und damit mögliche weitere Suchtprobleme verhindern.“

 

Veröffentlicht am in Gesundheitsausschuss, Rat der Stadt Köln, Ratsfraktion, Soziales & Senioren

Drogenkonsumraum am Neumarkt

Aus der Ratsfraktion

Paetzold: Verwaltung muss Sorgen der Anwohner ernst nehmen

„So darf und kann man mit den Anwohnern nicht umgehen“ – so reagiert der Michael Paetzold, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln, auf den Umstand, dass die Stadtverwaltung den Nachbarn des geplanten Drogenkonsumraums am Neumarkt immer noch kein Konzept für den Betrieb der dringend benötigten Einrichtung vorlegen kann.

In einer Bürgerveranstaltung musste die Verwaltung eingestehen, dass es trotz eines mittlerweile zwölf Monate alten Ratsbeschlusses immer noch kein Umsetzungs-konzept für den Betrieb der Einrichtung am Neumarkt und weiterer Konsumräume gibt. „Die Sorgen der Menschen vor Ort sind sehr konkret und werden von uns sehr ernst genommen. Um die Anwohner von den Vorteilen eines Drogenkonsumraumes zu überzeugen, ist ein absolut transparentes Verfahren nötig. Die Bewohner rund um den Neumarkt und auch an anderen Standorten müssen mitgenommen werden. Was macht die Verwaltung? Stößt die Menschen vor den Kopf“, so Paetzold weiter.

Im Sommer 2016 hatte der Rat fraktionsübergreifend Perspektiven für Drogenhilfeangebote in Köln eröffnet – neben dem Neumarkt liegt der Fokus auch auf Kalk und Mülheim. Der SPD-Fraktion war es stets ein Anliegen, den Blick nicht nur auf die Innenstadt zu richten – Drogenkonsum kennt keine Stadteilgrenzen! „Wichtig ist jetzt, dass suchtkranke Menschen mit dem Drogenkonsumraum und weiteren Hilfsangeboten Anlaufstellen und Perspektiven erhalten. Aber nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, können wir erfolgreich sein“, so Paetzold abschließend.

Veröffentlicht am in Ratsfraktion, Soziales & Senioren

Drogenhilfeangebote nicht nur in der City

Aus der Ratsfraktion

Hilfe dort, wo der Bedarf besteht

In seiner letzten Sitzung hat der Rat der Stadt Köln fraktionsübergreifend Perspektiven für Drogenhilfeangebote in Köln eröffnet – neben dem Neumarkt wird nun auch der Fokus auf Kalk und Mülheim liegen. Der dringend benötigte Raum am Neumarkt soll dabei möglichst kurzfristig Wirklichkeit werden. Parallel zur Einrichtung des Drogenkonsumraumes am Neumarkt ist die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für Drogenhilfeangebote in Kalk und Mülheim zu entwickeln. In die parallele Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes für Kalk und Mülheim fließen die Erfahrungen und Auswirkungen ein, die im Rahmen des Drogenhilfeangebotes einschließlich Drogenkonsumraumes am Neumarkt gesammelt werden.

Für die Stadtverwaltung bietet dies die Gelegenheit, Fehler wieder gutzumachen. Lange wurde in Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung um den richtigen Weg für ein umfassendes Drogenhilfeangebot in Köln gerungen. Die Verwaltungsspitze hatte es dabei leider versäumt, die Träger der Drogenhilfe und die zuständigen Sicherheitsbehörden in ihr Konzept für einen Drogenkonsumraum einzubeziehen. Dadurch war das Angebot der Drogenhilfe auch räumlich mit der alleinigen Fokussierung auf den Neumarkt zu eng gefasst und drohte noch auf der Zielgeraden zu scheitern.

Michael Paetzold_Michael_125qPaetzold, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, freut sich daher über den Ratsbeschluss: „Das ist ein gutes Ergebnis. Wichtig ist, dass drogensüchtige Menschen mit dem Drogenkonsumraum und Drogenhilfeangeboten Anlaufstellen und Perspektiven erhalten. Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, können wir erfolgreich sein. Deshalb müssen die Träger der Drogenhilfe sowie die Polizei und der Ordnungsdienst von Anfang an eingebunden werden.“

Wichtig sei insbesondere die Hilfe vor Ort. Paetzold: „Auf Initiative der SPD konnten wir uns am Ende über die Fraktionsgrenzen hinweg auch auf die Umsetzung eines dringend erforderlichen Drogenhilfeangebots in Kalk und Mülheim verständigen. Das ist ein großer Erfolg für die hilfsbedürftigen Menschen. Jetzt ist es wichtig, dass alle involvierten Stellen parallel, ergebnisorientiert und projektbezogen das beschlossene Konzept Drogenhilfeangebot zu einem Erfolg machen. Dabei wollen wir für Kalk und Mülheim von Erfahrungen am Neumarkt profitieren, gleichzeitig legen wir aber auch Wert darauf, dass wir passgenaue Angebote schaffen. Wir werden deshalb im Rahmen der Konzeptüberlegungen prüfen müssen, wie wir zeitgleich auch für Kalk und Mülheim ein sinnvolles und umfassendes Drogenhilfeangebot auf die Beine stellen können.“

Paetzold sagt weiter: „Hilfe muss immer dort geleistet werden, wo der Bedarf akut ist. Deshalb werden wir uns in Zukunft auch dafür einsetzen, dass das Drogenhilfeangebot am Kölnberg in Meschenich gestärkt wird.“

Veröffentlicht am in Gesundheitsausschuss, Rat der Stadt Köln, Ratsfraktion, Soziales & Senioren