Historische Mitte nimmt endlich Gestalt an

Aus der Ratsfraktion

SPD sieht Jahrhundertchance, Kölner Geschichte im Zentrum zusammenzuführen. Stadt muss verlorenes Vertrauen in Großprojekte zurück gewinnen. Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.

Martin Börschel MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Martin Börschel: “Mit der Historischen Mitte bietet sich jetzt die Jahrhundertchance, die Kölner Geschichte an einen Ort zusammenzuführen.”

Die SPD im Kölner Stadtrat begrüßt, dass es bei den Planungen zur Historischen Mitte endlich voran geht. Viel zu lange hatte die Stadtverwaltung das Projekt auf die lange Bank geschoben. Fraktionsvorsitzender Martin Börschel: „Es handelt sich bei der Historischen Mitte um das zentrale städtebauliche Ensemble in Köln schlechthin. Hier bietet sich jetzt die Jahrhundertchance, die Kölner Geschichte an einen Ort zusammen zu holen. Wenn wir sie jetzt nicht nutzen, werden zukünftige Generationen nicht die Möglichkeit haben, diese Entscheidung zu korrigieren. Daher freut es uns besonders, dass die Oberbürgermeisterin unseren Vorschlag aufgegriffen hat, hier mit der Hohen Domkirche als starkem Partner zu kooperieren.“

Die Stadt muss verlorenes Vertrauen der Kölnerinnen und Kölner in Großprojekte zurück gewinnen.

Wichtig ist, dass der Bau auch tatsächlich im geplanten Zeit- und Kostenrahmen fertiggestellt wird. Börschel weiter: „Nach den vielen Hiobsbotschaften bei den Kulturbauten in den letzten Monaten und Jahren ist es wichtig, dass die Stadt endlich das Vertrauen der Kölnerinnen und Kölner zurückgewinnt. Mit der Kirche als seriösem Partner ist eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen. Nun ist es wichtig, dass Lehren aus vergangenen Baukatastrophen wie dem Bühnendesaster auch wirklich gezogen werden. Also wirklich erst planen, dann bauen. Wir brauchen echte Stabilität und Validität in der Kostenprognose. Schlechte Überraschungen müssen ausgeschlossen sein!“ Die SPD-Fraktion hatte erst im Februar diesen Jahres im Stadtrat gefordert, endlich aus dem Debakel um die Bühnen zu lernen und die Bauprozesse darauf basierend neu zu ordnen. Leider hat dies damals noch keine parlamentarische Mehrheit gefunden. Umso wichtiger ist uns, dass die Stadt ihr Handeln von sich aus daran ausrichtet.

Dann irritiert es aber doch, dass die Stadt bei der Organisation des Projektes trotzdem Fragen offen lässt. Börschel: „Es mag gute Gründe geben, für die Bauherrengemeinschaft eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts zu gründen. Nach eigenen Angaben hat die Oberbürgermeisterin jedoch gar nicht detailliert geprüft, ob die Stadt eine solche Gesellschaft überhaupt gründen darf. Hoffentlich deutet sich hier nicht schon die nächste Pleite an.“

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Jahrhundertchance für Köln

Aus der Ratsfraktion

Historische Mitte bietet eine einmalige Gelegenheit für Köln. Die Kölner Geschichte wird an einem Ort zusammengeholt. Die Stadtspitze muss sich zum Projekt bekennen und Zahlen vorlegen.

Domprobst Gerd Bachner: “Wenn man in einer bestimmten Zeit eine Entscheidung nicht trifft, dann trifft die Zeit die Entscheidung.” Bild: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44086850

Am Roncalliplatz direkt am Dom bietet sich für Köln eine Jahrhundertchance, die jetzt ergriffen werden muss: Sowohl das Kurienhaus des Kölner Doms als auch das Römisch-Germanische Museum inklusive seines Verwaltungsgebäudes sind in einem Zustand, dass sie dringend kernsaniert oder komplett neu gebaut werden müssen. Damit ergibt sich die Möglichkeit für beide ein Gesamtensemble aus einem Guss zu schaffen und zusätzlich auch noch das Kölnische Stadtmuseum an diesem zentralen Ort prominenter als bisher zu präsentieren. Auch das Zeughaus als bisheriger Standort des Stadtmuseums ist stark sanierungsbedürftig. Damit würden dann die römisch-germanische Geschichte, die Domgeschichte und die übrige Stadtgeschichte an einem Ort zusammengeführt. Diese Idee hatte der damalige Oberbürgermeister Jürgen Roters 2014 präsentiert.

Jetzt hat sich Domprobst Gerd Bachner zu Wort gemeldet. Er bedauert, dass die Stadtspitze die Leidenschaft, die zur Durchführung eines solchen Projektes nötig wäre, vermissen lässt. Doch die Weichen müssen jetzt gestellt werden. Andernfalls wird das Domkapitel das Kurienhaus für sich neu bauen und das Verwaltungsgebäude des Römisch-Germanischen Museums saniert werden. Die einmalige Gelegenheit wäre für Generationen dahin. Bachner sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger: „Wir müssen leben und nicht gelebt werden. Und wenn man in einer bestimmten Zeit eine Entscheidung nicht trifft, dann trifft die Zeit die Entscheidung.“

Martin Börschel MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Martin Börschel: “Es freut uns, dass das Domkapitel mit einer solchen Leidenschaft für dieses Projekt kämpft. Diese Leidenschaft muss endlich auch die Stadtspitze erfassen.“

Die SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat unterstützt die Idee, die Jahrhundertchance zu ergreifen. Fraktionsvorsitzender Martin Börschel erklärt: „Es handelt sich bei der Historischen Mitte um das zentrale städtebauliche Ensemble in Köln schlechthin. Hier bietet sich die Jahrhundertchance, Kölner Geschichte an einen Ort zusammen zu holen. Die jetzigen Gebäude müssen ohnehin neu gebaut bzw. von Grund auf saniert werden. Es freut uns, dass das Domkapitel mit einer solchen Leidenschaft für dieses Projekt kämpft. Diese Leidenschaft muss endlich auch die Stadtspitze erfassen.“

Die Stadt muss jetzt schnell belastbare Zahlen vorlegen, wieviel das Projekt kostet und wie lange es dauert. Nur so können die zuständigen seriös über die Möglichkeiten beraten. Und nur so kann diese für Köln einmalige Chance verwirklicht werden.

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