Zukunft der Bühnenwerkstätten steht in den Sternen

Aus der Ratsfraktion

Oberbürgermeisterin verhindert Abstimmung für günstigere Bühnenwerkstätten. Miete für bisherige Werkstätten verdoppelt sich.

Prof. Klaus Schäfer: “Plötzlich aber weiß die Stadtverwaltung nicht mehr, was sie eigentlich selber will?”

Der Bühnenausschuss des Stadtrates sollte am Dienstag einen Neubau der Bühnenwerkstätten beschließen. Hierzu wurde von Seiten der Stadtverwaltung ein Neubau auf dem Gelände des WDR in Bocklemünd oder aber in der Hugo-Eckener-Straße in Ossendorf vorgeschlagen. Die Fläche in Ossendorf bietet für den Neubau bessere Möglichkeiten: Sie befindet sich im Besitz der Stadt, ist besser an den ÖPNV angebunden, wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern favorisiert und ist auch noch günstiger. Daher hat sich die SPD im Stadtrat für diese Variante ausgesprochen.

Unmittelbar vor Beginn der Sitzung hat das Büro der Oberbürgermeisterin die Vorlage jedoch zurückgezogen. Warum? Haben die öffentlichen Äußerungen der SPD und auch der CDU pro Ossendorf bei der Oberbürgermeisterin für Unmut gesorgt? Sollte verhindert werden, dass ein Konflikt zwischen CDU und Grünen hier öffentlich wird? Die Hintergründe bleiben nebulös. Klar ist nur: Der Neubau verzögert sich jetzt auf unbestimmte Zeit.

Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, erklärt hierzu: „Das ist eine Farce und mehr als ärgerlich! Seit Monaten diskutieren wir über den Neubau der Werkstätten und waren uns einig, jetzt wird entschieden. Plötzlich aber weiß die Stadtverwaltung nicht mehr, was sie eigentlich selber will? Dies ist kein ordnungsgemäßes Vorgehen. Wir zahlen immer mehr, denn die Miete für die bisherigen Werkstätten in der Oskar-Jäger-Straße hat sich hierdurch jetzt fast verdoppelt. Das ist eine Verschwendung von Steuergeldern und ist auch für die Bühnen nicht erträglich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Klarheit über die Zukunft der Werkstätten. Sie sind in den alten Werkstätten über Gebühr belastet.“

Nach der grundsätzlich Entscheidung für einen Neubau war durch die Stadtverwaltung bereits der Mietvertrag für die bisherigen Werkstätten gekündigt worden. Damit ist der bisher günstige Mietpreis in der Oskar-Jäger-Straße nicht mehr länger zu realisieren.

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Bühnenwerkstätten nach Ossendorf

Aus der Ratsfraktion

Standort kostet weniger Geld und ist besser geeignet

Prof. Klaus Schäfer: “Es kann nicht sein, dass man sich für eine schlechtere und gleichzeitig teurere Variante entscheidet.”

Die SPD im Stadtrat spricht sich für einen Neubau der Bühnenwerkstätten in Ossendorf aus. Die aktuell genutzten Räumlichkeiten in Ehrenfeld sind lediglich gemietet und entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. In Ossendorf bietet sich die Möglichkeit, einen Neubau auf einer Fläche an der Hugo-Eckener-Straße zu realisieren, die der Stadt heute bereits gehört. Auch bietet das Grundstück mehr Freiheiten und Möglichkeiten zum Bau einer zeitgemäßen und nutzerfreundlichen Werkstatt.

Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Der Standort in Ossendorf bietet viele Vorteile gegenüber allen anderen in Frage kommenden Flächen. Es kann nicht sein, dass man sich dennoch für eine schlechtere und gleichzeitig teurere Variante entscheidet. Es geht hier immerhin um Steuergelder!“

In der Vergangenheit gab es auch Überlegungen, die Einrichtung auf dem Gelände des WDR in Bocklemünd zu bauen. Davon erhoffte man sich Kooperationsvorteile mit dem WDR, welche sich jedoch bei einer genauen Untersuchung im Auftrag der Stadtverwaltung als nicht so groß herausstellten. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprachen sich mit großer Mehrheit gegen einen Umzug nach Bocklemünd aus.

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