Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Bild von Martin Börschel

Die Fraktion ist der Zusammenschluss der SPD-Mitglieder, die bei der Kommunalwahl in den Rat der Stadt Köln gewählt worden sind. Dies gilt analog für die neun Bezirksvertretungen, auch Stadtteilparlamente genannt.

Die Mitglieder der SPD-Fraktion setzen die politischen Ziele der Partei dann über Initiativen und Anträge im Rat und in den Fachausschüssen um. Unter dem Titel “Zukunft durch nachhaltige Politik für Köln” steht die 76 Seiten umfassende Koalitionsvereinbarung für die Wahlperiode 2009 bis 2014, die von SPD und Grünen am 13. Januar 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Hier finden Sie Aktuelles aus dem Rat, Anträge aus Rat und Ausschüssen, Ihre Ratsmitglieder und viele weitere Informationen zur Arbeit der Fraktion.

Martin Börschel, Fraktionsvorsitzender


Dem Rechtsrheinischen droht der Verkehrskollaps

Aus der Ratsfraktion

Fertigstellung des Kalker Tunnels verzögert weiter. Überschneidungen mit Sanierung der Mülheimer Brücke absehbar.

Andreas Pöttgen: „Köln versinkt immer mehr im Verkehrschaos.“

Erneute Hiobsbotschaft von der Sanierung des Kalker Tunnels: Anstatt wie ursprünglich geplant im Jahr 2016 verzögert sich die Fertigstellung der Sanierung bis auf Weiteres. Einen Fertigstellungstermin nennt die Verwaltung nicht. Damit steht diese wichtige Verkehrsader im Rechtsrheinischen dem Verkehr auch weiterhin nur sehr eingeschränkt zur Verfügung.

Besonders zu kritisieren ist hierbei die Informationspolitik von Verkehrsdezernentin Blome. Auch von dieser erneuten Verzögerung erfuhren die zuständigen politischen Gremien lediglich aus der Presse.

Andreas Pöttgen, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat, erklärt hierzu: „Köln versinkt immer mehr im Verkehrschaos. Verkehrsdezernentin Blome muss jetzt klipp und klar sagen, was mit dem Kalker Tunnel los ist. Eine weitere Hängepartie bei diesem wichtigen Nadelöhr muss dringend ausgeschlossen werden. Und was das für die Sanierung der Mülheimer Brücke heißt, steht ebenfalls in den Sternen.“

Bisher war geplant, die dringend benötigte Sanierung der Mülheimer Brücke erst nach Fertigstellung des Kalker Tunnels zu beginnen. Obwohl sich auch der Start der Brückensanierung verzögert, geht die Verwaltung davon aus, dass es zu Überschneidungen kommen wird. Dem rechtsrheinischen Köln droht damit der Verkehrskollaps.

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SPD fordert Millionenprogramm für Wohnen, Infrastruktur und Bildung

Aus der Ratsfraktion

Börschel zum Haushalt: Entwurf ist mutlos, verzagt und setzt auf die falschen Schwerpunkte. So verpasst Köln seine Zukunft.

Martin Börschel MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Martin Börschel: “Wir fordern ein Wohnungsbauprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro!”

„Mutlos, verzagt und die falschen Schwerpunkte“ – so kommentiert Martin Börschel, SPD-Fraktionschef, den Haushaltsentwurf 2018 und die politischen Veränderungsnachweise von CDU und Grünen. „Wir brauchen eine Vision, wie wir unsere wachsende Stadt gestalten wollen. Die Probleme und Herausforderungen sind klar. Worauf wartet Jamaika also?“, fragt Börschel.

Zu den wichtigsten Zukunftsthemen für unsere Stadt finden sich kaum Lösungsansätze. Angesichts wachsender Bevölkerung und steigender Mieten braucht Köln dringend mehr Wohnungen – 66.000 bis zum Jahr 2030. Börschel: „Köln muss schneller bauen! Wir fordern darum ein Wohnungsbauprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren. Wohnen ist ein Menschenrecht. Unser Ziel sind darum 10.000 neue, öffentlich geförderte Wohnungen in den nächsten fünf Jahren. Dazu müssen wir auch neue Ideen wie einen kommunalen Wohnungsbaufonds zulassen und Flächen nutzen, die bisher noch keine Mehrheit haben. Jeder Mensch muss sich eine Wohnung in Köln leisten können.“

Gleichzeitig müssen neue Wohngebiete eine gute Infrastruktur-Anbindung haben. Börschel: „Köln muss mobil bleiben, die neuen Veedel müssen mit der KVB bestens erreichbar sein. Deshalb müssen wir endlich das Stadtbahn-Netz ausbauen: Nach Rondorf und Meschenich-Süd, nach Zündorf, Stammheim und Flittard sowie nach Mülheim-Süd, Neubrück und Widdersdorf. Auch für den Radverkehr brauchen wir ein modernes und intelligentes Konzept. Dafür müssen die erforderlichen personellen Ressourcen für die Durchführung der Planung zur Verfügung stehen. Besonders wichtig: Planung, Baurecht und Finanzierung müssen parallel geklärt werden, um Zeit zu sparen.“

Als drittes Kernthema identifiziert die SPD die Bildung. Börschel: „Köln muss zukunftsgerecht lernen! Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft unserer Stadt. Jedes Kind muss dabei die gleichen Chancen erhalten – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Die hierfür zur Verfügung gestellten Landesgelder müssen daher in Köln endlich wieder für 18 Monate Kita-Beitragsfreiheit verwendet werden. Jedes Kind hat das Recht auf einen gut und modern ausgestatteten Schulplatz. Dafür muss der Schulbaunotstand konsequent angegangen werden. In den Schulen brauchen wir zudem eine Digitalisierungs-Offensive, damit alle Kinder die gleichen Voraussetzungen für den Start in Leben und Beruf erhalten. Auch die Wiedereinführung der Studiengebühren ist für uns nicht verhandelbar.“

Börschel abschließend: „Der Haushaltsentwurf lässt Visionen und Gestaltungsanspruch vermissen. Weder die Stadtverwaltung noch Jamaika sind bereit, die Probleme Kölns zu benennen und anzupacken. Aber Köln darf seine Zukunft nicht verpassen, sondern muss sie jetzt gestalten – mit Mut und Entschlossenheit. Wir sind dazu bereit!“

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Brötchentaste: Eine Übergangslösung, nicht das Ziel

Aus der Ratsfraktion

SPD-Fraktion stimmt Rahmenbeschluss zur Brötchentaste zu, will aber gleichzeitig die Voraussetzungen schaffen, diese überflüssig zu machen

Andreas Pöttgen: “Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen ihre Zentren auch ohne Auto erreichen können.”

Die SPD im Rat wird dem Rahmenbeschluss „15 Minuten kostenfreies Parken“ zustimmen. Der Verkehrsausschuss der Stadt Köln beschließt über einen Rahmenbeschluss, der Kriterien festlegt, nach denen die Vorschläge der Bezirksvertretungen geprüft werden.

Andreas Pöttgen, verkehrspolitischer Sprecher: „Wir stimmen dafür, weil die Brötchentaste in den meisten Bezirken kurzfristig die Situation verbessern kann. Besonders für ältere Menschen, die auf ihr Auto und auf kurze Wege angewiesen sind. Sie ist aber kein Modell für die Zukunft. Mittel- und langfristig müssen wir vielmehr dafür sorgen, dass die Menschen in allen Bezirken ihre Zentren komfortabel auch ohne das Auto erreichen können: Mit Bus, Bahn oder Fahrrad. Diese Voraussetzungen wollen wir in allen Bezirken herstellen.“

Von den neun Bezirksvertretungen haben sich sieben für die Einführung der Brötchentaste ausgesprochen. Dagegen stimmten die Bezirksvertretungen Innenstadt und Ehrenfeld. Pöttgen weiter: „Die Bezirke können vor Ort am besten die Situation einschätzen. Sie wissen, wo eine Brötchentaste sinnvoll ist – und wo nicht. Deshalb möchten wir ihnen diese Entscheidung ermöglichen.“

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Zukunft der Bühnenwerkstätten steht in den Sternen

Aus der Ratsfraktion

Oberbürgermeisterin verhindert Abstimmung für günstigere Bühnenwerkstätten. Miete für bisherige Werkstätten verdoppelt sich.

Prof. Klaus Schäfer: “Plötzlich aber weiß die Stadtverwaltung nicht mehr, was sie eigentlich selber will?”

Der Bühnenausschuss des Stadtrates sollte am Dienstag einen Neubau der Bühnenwerkstätten beschließen. Hierzu wurde von Seiten der Stadtverwaltung ein Neubau auf dem Gelände des WDR in Bocklemünd oder aber in der Hugo-Eckener-Straße in Ossendorf vorgeschlagen. Die Fläche in Ossendorf bietet für den Neubau bessere Möglichkeiten: Sie befindet sich im Besitz der Stadt, ist besser an den ÖPNV angebunden, wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern favorisiert und ist auch noch günstiger. Daher hat sich die SPD im Stadtrat für diese Variante ausgesprochen.

Unmittelbar vor Beginn der Sitzung hat das Büro der Oberbürgermeisterin die Vorlage jedoch zurückgezogen. Warum? Haben die öffentlichen Äußerungen der SPD und auch der CDU pro Ossendorf bei der Oberbürgermeisterin für Unmut gesorgt? Sollte verhindert werden, dass ein Konflikt zwischen CDU und Grünen hier öffentlich wird? Die Hintergründe bleiben nebulös. Klar ist nur: Der Neubau verzögert sich jetzt auf unbestimmte Zeit.

Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, erklärt hierzu: „Das ist eine Farce und mehr als ärgerlich! Seit Monaten diskutieren wir über den Neubau der Werkstätten und waren uns einig, jetzt wird entschieden. Plötzlich aber weiß die Stadtverwaltung nicht mehr, was sie eigentlich selber will? Dies ist kein ordnungsgemäßes Vorgehen. Wir zahlen immer mehr, denn die Miete für die bisherigen Werkstätten in der Oskar-Jäger-Straße hat sich hierdurch jetzt fast verdoppelt. Das ist eine Verschwendung von Steuergeldern und ist auch für die Bühnen nicht erträglich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Klarheit über die Zukunft der Werkstätten. Sie sind in den alten Werkstätten über Gebühr belastet.“

Nach der grundsätzlich Entscheidung für einen Neubau war durch die Stadtverwaltung bereits der Mietvertrag für die bisherigen Werkstätten gekündigt worden. Damit ist der bisher günstige Mietpreis in der Oskar-Jäger-Straße nicht mehr länger zu realisieren.

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Bühnenwerkstätten nach Ossendorf

Aus der Ratsfraktion

Standort kostet weniger Geld und ist besser geeignet

Prof. Klaus Schäfer: “Es kann nicht sein, dass man sich für eine schlechtere und gleichzeitig teurere Variante entscheidet.”

Die SPD im Stadtrat spricht sich für einen Neubau der Bühnenwerkstätten in Ossendorf aus. Die aktuell genutzten Räumlichkeiten in Ehrenfeld sind lediglich gemietet und entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. In Ossendorf bietet sich die Möglichkeit, einen Neubau auf einer Fläche an der Hugo-Eckener-Straße zu realisieren, die der Stadt heute bereits gehört. Auch bietet das Grundstück mehr Freiheiten und Möglichkeiten zum Bau einer zeitgemäßen und nutzerfreundlichen Werkstatt.

Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Der Standort in Ossendorf bietet viele Vorteile gegenüber allen anderen in Frage kommenden Flächen. Es kann nicht sein, dass man sich dennoch für eine schlechtere und gleichzeitig teurere Variante entscheidet. Es geht hier immerhin um Steuergelder!“

In der Vergangenheit gab es auch Überlegungen, die Einrichtung auf dem Gelände des WDR in Bocklemünd zu bauen. Davon erhoffte man sich Kooperationsvorteile mit dem WDR, welche sich jedoch bei einer genauen Untersuchung im Auftrag der Stadtverwaltung als nicht so groß herausstellten. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprachen sich mit großer Mehrheit gegen einen Umzug nach Bocklemünd aus.

Veröffentlicht am in Kunst & Kultur, Ratsfraktion

Susana dos Santos Herrmann legt Ratsmandat nieder

Aus der Ratsfraktion

Prof. Klaus Schäfer wird Nachfolger. Martin Börschel dankt dos Santos Herrmann für 13 erfolgreiche und engagierte Jahre im Stadtrat.

Susana dos Santos Herrmann legt nach ihrem Einzug in den Landtag ihr Ratsmandat nieder.

Susana dos Santos Herrmann ist am Mittwoch von der SPD-Ratsfraktion verabschiedet worden. Die 49-Jährige sitzt seit Mai im Düsseldorfer Landtag und wird am kommenden Montag ihr Mandat im Rat der Stadt Köln niederlegen. Ihre Nachfolge wird Prof. Klaus Schäfer antreten, derzeit sachkundiger Bürger und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion.

Susana dos Santos Herrmann gehörte dem Stadtrat seit 2004 an; ab 2009 war sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Bis zu ihrem Ausscheiden war sie verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion und seit 2014 Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses. Seit Juni ist sie unter anderem stellvertretende Sprecherin im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend im Landtag sowie Mitglied des Verkehrsausschusses.

Martin Börschel MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Martin Börschel: “Wir danken Susana dos Santos Herrmann für ihr langjähriges und engagiertes Wirken.”

„Ich hatte intensive und erfolgreiche Jahre im Rat und freue mich, nun in Düsseldorf für die Belange der Kölnerinnen und Kölner eintreten zu können. Insbesondere im Bereich des E-Government haben wir viel erreicht. Hoffentlich geht es hier mit viel Elan weiter, denn StartUp-Förderung und W-LAN sind wichtige Bestandteile, aber eben nur Teile der Digitalisierung.“

Prof. Klaus Schäfer rückt in den Stadtrat nach.

Martin Börschel, Fraktionsvorsitzender: „Wir danken Susana dos Santos Herrmann für ihr langjähriges und engagiertes Wirken für die Sozialdemokratie in Rat und Fraktion. Besonders im Bereich des ÖPNV hat sie durch ihre Arbeit zahlreiche Verbesserungen für die Kölnerinnen und Kölner erreicht, so zum Beispiel beim Ausbau des KVB-Nachtverkehrs oder flexibleren Angeboten in Bereichen ohne Bahnanschluss. Wir wünschen ihr für die Arbeit im Düsseldorfer Landtag alles Gute. Mit Prof. Klaus Schäfer wird ein äußerst fachkundiger Nachfolger in die Fraktion einziehen, der seine umfangreiche berufliche Erfahrung und Expertise bereits in der Vergangenheit als kulturpolitischer Sprecher unter Beweis gestellt hat. Wir freuen uns sehr auf eine künftig noch intensivere Zusammenarbeit.“

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Ratsreport vom 28. September 2017

Aus der Ratsfraktion

Der Ratsreport von der heutigen Sitzung des Rates der Stadt Köln. Er enthält alle wichtigen Entscheidungen und Beschlüsse aus der Ratssitzung vom 28. September 2017.

Unsere Themen:

  • Keine Ausweitung der Sonntagsöffnungen in Köln!
  • Mehr Grün für Kölns Dächern und Fassaden!
  • Neustrukturierung Gebäudewirtschaft: Neue Konflikte vorprogrammiert
  • Baugenehmigungen in Köln brechen dramatisch ein
  • Gesamtinstandsetzung der Mülheimer Brücke: Zu viele offene Fragen
  • Schwarz-gelbe Studiengebühren gefährden den internationalen Austausch und sind diskriminierend
  • Städtisches Drogenhilfekonzept endlich beschlossen
  • Ebertplatz: Neugestaltung mit Hochdruck voranbringen
  • „Win-Win“: Projekt gegen Arbeitslosigkeit bis 2019 verlängert
  • Gute Neuigkeiten für die Schülerinnen und Schülerim Kölner Westen und in Höhenhaus
  • Was unternimmt die Stadt gegen illegale Spielhallen und Wettbüros?
  • Maßnahmenbündel für Sozialräume beschlossen
  • Startschuss: Entwicklung des Kolbhallengeländes kann losgehen
  • Severinstraße: Aufwertung und besseres Standortmarketing beschlossen
  • Stelle für neuen Wohnungs- und Schulbaudezernenten wird ausgeschrieben. Experte/Expertin gesucht!
  • SPD-Fraktion ordnet einige Aufgaben neu

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Drogenhilfekonzept: Keine weiteren Verzögerungen mehr!

Aus der Ratsfraktion

Michael Paetzold, Vorsitzender Sozialausschuss

Paetzold: Drogenhilfe wird auch in den Veedeln gebraucht. Schnelle Umsetzung und transparente Verfahren sind wichtig

Das wurde auch Zeit: Endlich hat die Stadtverwaltung das langersehnte Drogenhilfekonzept vorgelegt. Michael Paetzold, Vorsitzender des Sozialausschusses: „Drogenkranke Menschen brauchen Unterstützung dabei, ihre Sucht in den Griff zu bekommen und zurück in ein geregeltes Leben zu finden. Die SPD hat lange für ein umfassendes Konzept gekämpft. Das hat leider schon viel zu lang gedauert. Jetzt darf es keine weiteren Verzögerungen geben.“

Die Forderung der SPD nach einem Drogenkonsumraum in der Nähe des Neumarktes wurde ebenso aufgegriffen wie die Einrichtung von Drogenkonsumräumen in Mülheim und Kalk. „Das ist absolut begrüßenswert. Mit Drogenkonsumräumen bieten wir den Süchtigen passgenaue Hilfemaßnahmen an und nehmen gleichzeitig den ungeschützten Drogenkonsum aus der Öffentlichkeit – auch zum Schutz unserer Kinder. Aber auch in Sozialräumen mit besonderer Drogenproblematik wie Chorweiler, Kölnberg oder Porz gibt es großen Bedarf nach solchen Hilfsangeboten. Die Unterstützung für suchtkranke Menschen darf nicht an den Grenzen der Innenstadt enden“, so Paetzold. „Und es darf jetzt nicht wie vorgeschlagen bis 2019 dauern, bis hier etwas passiert!“

Paetzold betont, wie wichtig offene Verfahren und die Beteiligung der Anwohner beim Thema Drogenkonsumräume sind: „Hier ist am Neumarkt schon viel falsch gemacht worden. Die Sorgen der Menschen vor Ort sind konkret und werden von uns ernst genommen. Um die Anwohner von den Vorteilen eines Drogenkonsumraumes zu überzeugen und ein besseres Sicherheitsgefühl zu schaffen, ist ein absolut transparentes Verfahren nötig. Das muss unbedingt besser werden.“

Paetzold abschließend: „Bei der Hilfe für suchtkranke Menschen dürfen wir nicht locker lassen. Die Stadtverwaltung muss auch die Situation der aus Osteuropa nach Köln gekommenen und häufig von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen im Blick behalten. Hier müssen Angebote geschaffen werden, die neue Obdachlosigkeit und damit mögliche weitere Suchtprobleme verhindern.“

 

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FC: Stadion-Kauf wäre gute Lösung

Aus der Ratsfraktion

SPD unterstützt 1. FC Köln weiterhin, am Traditionsstandort bleiben zu können und steht einem Erwerb des Stadions durch den Verein grundsätzlich positiv gegenüber 

Martin Börschel, Fraktionsvorsitzender

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln begrüßt die Äußerungen des 1. FC Köln, auch in Zukunft am Standort Müngersdorf bleiben zu wollen. Auf der Mitgliederversammlung am Montagabend hatte die Führung des Clubs dies als oberste Priorität bezeichnet und den Kauf des Stadions in Betracht gezogen. Fraktionschef Martin Börschel bekräftigt: „Wir haben immer gesagt, dass wir den 1. FC Köln dabei unterstützen, weiter an seinem Traditionsstandort spielen zu können. Das RheinEnergie-Stadion gehört nicht zur Daseinsvorsorge unserer Stadt. Ein Erwerb des Stadions durch den Verein könnte daher sowohl für den Club, die Fans als auch den Steuerzahler eine gute Lösung sein. Wir stehen dieser Variante grundsätzlich offen gegenüber, sofern sich der Preis am aktuellen Wert des Stadions orientiert, der nicht unterhalb des Buchwerts bei der Stadt liegen darf. Ich bin zuversichtlich, dass man hier eine gute Einigung finden kann, wenn beide Seiten eine solche Lösung auch wirklich wollen.“

Peter Kron, sportpolitischer Sprecher

Nicht nur die Priorität der SPD-Fraktion liegt auf dem Verbleib des Vereins in Müngersdorf, sie ist auch eine klare Forderung der Anhänger des Geißbock-Clubs. Peter Kron, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, ergänzt: „Müngersdorf ist eine Herzensangelegenheit, dort wollen die Fans ihrem FC zujubeln. Das haben sie in den letzten Wochen und Monaten immer wieder deutlich gemacht. Nun müssen sich alle Partner schnellstmöglich an einen Tisch setzen, um eine gute Lösung für alle Beteiligten und insbesondere für Köln zu erarbeiten.“

Abschließend erklärt Börschel: „Wir begrüßen, dass der FC den positiven Dialog mit der Stadt fortführen will. Oberbürgermeisterin Reker wäre gut beraten, jetzt auf den Verein zugehen.“

 

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Keine Ausweitung der Sonntagsöffnungen!

Aus der Ratsfraktion

Die neoliberalen Pläne der schwarz-gelben Landesregierung für mehr verkaufsoffene Sonntage spalten die Gesellschaft. Bei diesem sensiblen Thema ist ein breiter gesellschaftlicher Konsens nötig.

Martin Börschel

Martin Börschel, Fraktionsvorsitzender

Die SPD im Kölner Stadtrat warnt davor, die gesetzlichen Einschränkungen bei den Sonntagsöffnungen aufzuweichen. Dies plant die Landesregierung aus CDU und FDP. Die SPD fürchtet einen Riss quer durch alle Bevölkerungsschichten bei diesem Thema und setzt sich im Rat gegen eine weitere Liberalisierung ein.

Fraktionschef Martin Börschel erklärt: „Die Landesregierung plant eine einseitig neoliberale Öffnung des Ladenschlussgesetztes. Die Leidtragenden wären die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihre Familien. Eine solche Spaltung der Gesellschaft ist mit uns nicht zu machen. Wir dürfen nicht aufhören, hier den gesellschaftlichen Konsens zu suchen, der zu einem fairen Ausgleich der Interessen führt.“

Veröffentlicht am in AVR, Rat der Stadt Köln, Ratsfraktion
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