“Starke Veedel – starkes Köln” weiter in Gefahr

Aus der Ratsfraktion

Mitte-Rechts-Regierung in NRW droht wichtige Fördermaßnahmen zu streichen. Börschel: Soziale Gruppen nicht gegeneinander ausspielen!

Martin Börschel MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Martin Börschel: “Die Mitte-Rechts-Regierung gefährdet den Erfolg des zentralen Programms für sozialen Frieden in Köln.”

Wichtige Maßnahmen des Projekts “Starke Veedel – starkes Köln” könnten gestrichen werden. Diese Sorge kann auch die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von Martin Börschel, Kölner Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der SPD im Kölner Stadtrat, nicht ausräumen. Börschel erklärt: “‘Starke Veedel – starkes Köln’ ist das zentrale Programm für den sozialen Frieden in Köln. Minister Laumann jedoch stellt durch neue Prioritätensetzung im laufenden Prozess wichtige Maßnahmen willkürlich auf den Prüfstand und gefährdet damit den Erfolg als Ganzes.”

Der Prozess für die Entwicklung des Handlungskonzeptes wurde in Köln bereits in 2014 gestartet. Insbesondere bereits geplante Veedels-Center in Mülheim und Höhenberg/Vingst, die Langzeitarbeitslose an den Arbeitsmarkt heranführen sollen, stehen nun auf der Kippe. Gleiches gilt für grundlegende Bildungsmaßnahmen in allen elf Kölner Sozialräumen. Diese bringen den Menschen Lesen, Schreiben und Rechnen bei und schaffen damit die Basis für weitergehende Qualifizierungsangebote. Börschel weiter: “‘Starke Veedel, starkes Köln’ ist ein Gesamtkonzept mit Bausteinen, die ineinander greifen. Wenn hier aus parteipolitischer Ideologie einzelne Punkte letztlich gestrichen werden müssen, ist dieser besondere integrierte Ansatz hinfällig. Ganz abgesehen von den Planungsressourcen, die schon in diese Maßnahmen geflossen sind.”

Minister Laumann erklärt in seiner Antwort auf die Kleine Anfrage, dem Programm einen neuen Schwerpunkt in Richtung Kinderarmut geben zu wollen. Börschel abschließend: “Es ist wichtig, sich verstärkt gegen die Kinderarmut in unserer Gesellschaft einzusetzen. Aber es wäre grundfalsch, das auf Kosten anderer benachteiligter Gruppen zu tun. Die Landesregierung darf hier niemanden gegeneinander ausspielen.”

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Köln braucht dringend mehr Flächen für Kitas

Aus der Ratsfraktion

Zahl der Kita-Plätze hält nicht mit steigenden Kinderzahlen mit. Für Ausbau darf es keine Denkverbote geben. Kooperationsmodelle müssen geprüft werden.

Dr. Ralf Heinen: “Kitas auf Sportvereinsheimen oder in Seniorenwohnheimen – es darf keine Denkverbote mehr geben!”

In Köln leben immer mehr Kinder, Tendenz weiter stark steigend. Dieser an sich erfreuliche Umstand hat zur Folge, dass die Versorgung mit wohnortnahen Kita-Plätzen und anderen Betreuungsangeboten mit dieser Entwicklung nicht Schritt hält. Dr. Ralf Heinen, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: “Wenn wir eine familienfreundliche Stadt sein wollen, müssen wir beim Kita-Ausbau dringend einen erheblichen Sprung machen. Derzeit hapert es allerdings vielfach schon an ausreichenden Flächen an den richtigen Stellen – das muss sich dringend ändern.”

Darum bringt die SPD einen entsprechenden Antrag in die nächste Ratssitzung ein, der die verschiedenen Bereiche der Stadtverwaltung zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung auffordert. “Der Bedarf ist groß, deshalb müssen wir neue Wege gehen: neue Ideen für die Unterbringung von Großtagespflegen, mehr Betriebskindergärten auch mit Unterstützung von IHK und HWK – für die Zukunft darf es keine Denkverbote geben. Dafür muss aber auch endlich das Flächenmanagement in dieser Stadt funktionieren”, so Heinen weiter.

In Zeiten knapper Flächen müssen Nutzungen künftig kombiniert werden. Heinen: “Kitas können zum Beispiel auf Flächen, die für den Schulbau vorgesehen sind, mit untergebracht werden. Sportvereinsheime, Seniorenwohnheime oder die Erdgeschosse von Wohnungsneubauvorhaben bieten ebenfalls Möglichkeiten für neue Kooperationsmodelle.”

Bei der Suche nach geeigneten Flächen für den Kita-Bau darf es keine weiteren Verzögerungen geben. Die SPD-Fraktion fordert daher eine Kampagne, welche für Investoren und Grundstücke werben soll.

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Programm „Kein Kind zurücklassen“ geht weiter

Aus der Ratsfraktion

Gute Nachrichten aus Düsseldorf

Ralf Heinen: “Das sind gute Nachrichten für Köln.”

Anders als ursprünglich geplant, wird die neue Landesregierung nun doch das rot-grüne Projekt „Kein Kind zurücklassen!“ (KeKiz) weiterführen, nachdem bereits einige Kommunen gegen die Einstellungspläne protestiert hatten. Das Programm soll nun zunächst bis Ende 2018 weiterlaufen.

Die SPD-Fraktion im Landtag NRW begrüßte die Fortsetzung von KeKiz. Auch für Köln als teilnehmende Kommune laufen die Förderungen damit weiter. Ralf Heinen, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion in Köln, erklärte: „Das ist eine gute Nachricht für Köln. Auch unsere Stadt hat nun die nötige Klarheit, um die im Rahmen von KeKiz bereits begonnene Arbeit fortzusetzen. Ziel des Projektes ist der Aufbau von sinnvollen Präventionsketten, um die Folgen von Kinderarmut aufzufangen und allen Kinder und Jugendlichen von Anfang an dieselben Chancen zu geben – egal, wie die soziale und finanzielle Situation ihrer Eltern ist.“

Die neue Landesregierung aus CDU und FDP hatte das Projekt lange kritisiert und plante dessen Abschaffung, sah sich nach dieser Entscheidung aber massiver Kritik aus der SPD-Fraktion im Landtag, aus den Kommunen und von Seiten der Fachwelt ausgesetzt. Offensichtlich hat diese zu einem Umdenken geführt.

Weitere Informationen zu KeKiz in Köln finden sich hier: http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/kein-kind-zuruecklassen

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Bildungsangebot in der OGTS wird weiter ausgebaut

Aus der Ratsfraktion

Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder ist ein Muss

Die SPD-Fraktion begrüßt die heute kurzfristig von der Stadtverwaltung eingebrachte Vorlage zum Ausbau des städtischen Angebots im Offenen Ganztag um weitere 800 Plätze, denn die Eltern brauchten dringend Planungssicherheit.

„Unsere Millionenstadt wächst, und mit ihr die Herausforderung, für unsere Kindern größtmögliche Chancen auf ein gutes und umfassendes – und letztlich auch kostenfreies – Bildungsangebot zu schaffen“ erläutert Andreas Pöttgen, Ratsmitglied im Jugendhilfeausschuss. „Der weitere Ausbau ist die Grundvoraussetzung, damit jedes Kind dieses Bildungsangebot in Anspruch nehmen kann. Ebenso müssen wir weiterhin in die Qualität investieren und die OGTS gut mit den Jugendhilfe- und Sportangeboten verbinden, damit jedes Kind die bestmögliche Förderung erhalten kann.“

Franz Philippi, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, weist zudem auf die weiteren Herausforderungen für die Zukunft hin: „Den strukturellen Unterschieden in unserer Stadt müssen wir weiterhin entgegenwirken. So steigt die Anzahl der Plätze in den Stadtteilen mit besonderem Jugendhilfebedarf und insgesamt im Rechtsrheinischen nicht in ähnlich hoher Weise wie in anderen Stadtteilen. Hier müssen wir darüber nachdenken, wie wir das Bildungsangebot OGTS auch dort präsenter machen können. Mit unserem langfristigen Ziel, sämtliche Bildungsangebote kostenfrei anzubieten, sind wir mit Blick auf Chancengleichheit für alle Kinder auf dem richtigen Weg. Nur wenn Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt, geht es gerecht zu.

Philippi weist auch noch einmal deutlich auf einen weiteren Punkt in der Vorlage hin: „Wenn wir nicht zügig weiteren Schulraum bauen, wird dies auch den möglichen OGTS-Ausbau empfindlich treffen und verzögern. Wir warten weiterhin auf die von Baudezernent Höing angekündigte Gesamtstrategie zum Schulbau. Außer den bereits beschlossenen Sofortmaßnahmen ist uns hier kein weiterer Sachstand bekannt.“

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Ausbau der Streetwork-Stellen wichtiger Schritt

Aus der Ratsfraktion

SPD-Fraktion dankt Jobcenter und AWO für Initiative

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln zeigt sich erfreut über den weiteren Ausbau des Kölner Streetworker-Netzwerkes auf zukünftig 18 Stellen, d.h. zwei Streetworker pro Stadtbezirk. „Wir hatten schon in der Ratssitzung im Februar 2016 beantragt, dass diese Stellenzahl geschaffen wird, um auch in den Bezirken und insbesondere in den Sozialräumen präsent sein zu können“, sagt Andreas Pöttgen, Mitglied im Jugendhilfeausschuss. „CDU, Grüne und FDP hielten damals aber leider zwölf Stellen für ausreichend für eine Millionenstadt. Umso erfreulicher ist es, dass die Aufstockung auf 18 Stellen für Köln nun doch erreicht werden kann.“

Möglich wird der Ausbau auf 18 Stellen durch eine Initiative der Arbeiterwohlfahrt Köln (AWO), die im Januar beim Jobcenter Köln eine Finanzierung von sechs weiteren Streetwork-Stellen beantragt hatte. „Unser Dank gilt dem Jobcenter und der AWO für die Initiative und die Finanzierung der Stellen. So kann es uns endlich gelingen, speziell die Zielgruppe der schwer erreichbaren, vom System entkoppelten Jugendlichen und jungen Erwachsenen anzusprechen und mit den entsprechenden Hilfsangeboten auf sie zuzugehen“, so Pöttgen abschließend.

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Gesund essen, gesund bleiben

Aus der Ratsfraktion

SPD-Fraktion fordert Konzept für gesundes Kita-Essen

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln setzt sich dafür ein, das Bewusstsein für gesundes Essen in den städtischen Kitas zu stärken und den Kindern nahezubringen. Dazu Andreas Pöttgen, Mitglied im Jugendhilfeausschuss: „In vielen Kitas gibt es dazu bereits gute Projekte, dies wollen wir noch weiter verankern. Die Kinder sollen eine Wertschätzung für Lebensmittel lernen und sich ein ausgewogenes und nachhaltiges Essverhalten aneignen können. Nicht nur wegen des engen Kostenrahmens eine Herausforderung für die Tagesstätten, die anzugehen es aus unserer Sicht aber unbedingt lohnt.“

Darum bringt die SPD-Fraktion einen Änderungsantrag im Jugendhilfeausschuss ein. Die Initiative richtet sich besonders an Kitas, die bislang noch keine eigenen Ansätze zum Thema gesundes Essen entwickelt haben. „Falsches Ernährungsverhalten kann schon in jungen Jahren den Grundstein legen für gesundheitliche Beeinträchtigungen bis ins Erwachsenenalter“, so Pöttgen. „Hier haben die Kitas einen echten Bildungsauftrag und brauchen unsere Unterstützung, um den Bereich Ernährungsbildung ausweiten zu können.“

Die SPD möchte die Stadtverwaltung unter anderem beauftragen, in Zusammenarbeit mit dem Jugendamtselternbeirat und dem Kölner Ernährungsrat ein Konzept für gesundes Essen in der Kita zu entwickeln sowie einen Modellversuch zum frischen Kochen durchzuführen und auszuwerten. Der Kölner Ernährungsrat soll das Projekt wissenschaftlich begleiten. „Uns ist es wichtig, das Thema lösungsorientiert anzugehen. Denn besonders die Kleinsten in unserer Gesellschaft haben es verdient, dass man sich ernsthaft um ihre Anliegen kümmert.“

Details zum Antrag finden sich hier: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=603589&type=do&

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Mitmischen erwünscht – Partizipation von Kindern und Jugendlichen neu denken

Aus der Ratsfraktion

In Köln gibt es eine lange Tradition, Kinder und Jugendliche an der Entwicklung unserer Stadt teilhaben zu lassen: Spielplätze werden nicht ohne Kinder geplant, Schülervertretungen bringen ihre Meinung in den Schulalltag ein, die Rathausschule vermittelt seit 25 Jahren Wissen zur Arbeitsweise von Kommunalpolitik und Stadtverwaltung etc.

In der Kinder- und Jugendarbeit ist Partizipation ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Allerdings werden viele politische Äußerungen von Kindern und Jugendlichen viel zu selten ernsthaft berücksichtigt.

Die SPD-Fraktion will frische Denkanstöße in die Debatte um neue Wege zur Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen einbringen. Hierzu haben wir uns mit dem Jugendverband SJD-Die Falken ausgetauscht und in einem Positionspapier erste Ideen vorgestellt.

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Jugendeinrichtung für Nippes von Grünen, CDU und FDP verhindert

Aus der Ratsfraktion

Im Stadtteil Nippes besteht seit langem ein Bedarf für eine weitere Jugendeinrichtung. Auch auf das neu bebaute Clouth-Gelände werden in den nächsten Jahren viele Familien mit Kindern ziehen. Die Stadtverwaltung hatte daher dort ein kleines Areal für eine offene Jugendeinrichtung reserviert und die Realisierung in den letzten Jahren vorbereitet. Auch die Gelder waren schon eingeplant. Es gab also eine Fläche, Geld und auch einen Jugendhilfeträger mit einem guten Konzept. Trotzdem haben sich Grüne, CDU und FDP und sogar einige Träger der freien Jugendpflege im Jugendhilfeausschuss dagegen ausgesprochen.

Was hier passiert ist, lesen Sie in unserem Faktencheck zum Thema!

 

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Gelogen oder Mathe schwach?

Aus der Ratsfraktion

SPD-Faktencheck: Warum die angebliche Senkung der Kita-Beiträge für viele eine Erhöhung ist

GünstigereHeinen_Ralf_Dr_125q Kita-Beträge für Geringverdiener – dieser angebliche Erfolg des Bündnisses aus CDU, Grünen, Deine Freunde und Freien Wählern ist in Wahrheit eine Mogelpackung. Angeblich sollen Eltern mit einem Jahreseinkommen von bis zu 36.813 Euro ab August 25 Prozent weniger bezahlen. Hier stellt sich die Frage: Sollen die Bürger bewusst für dumm verkauft werden? Oder zeugt dies einfach von extrem schwachen Mathematik-Kenntnissen?

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln hat den Faktencheck gemacht.

Ergebnis: Von einer Entlastung für untere Einkommensgruppen kann keine Rede sein. Da die beitragsfreie Zeit von 18 auf zwölf Monate gekürzt werden soll, bliebe die Belastung für diese Familien gleich. Dr. Ralf Heinen, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion: „Mit dem Thema Elternbeiträge für Kita und OGTS wird von Grünen und CDU nun schon zum zweiten Mal kurz hintereinander Augenwischerei betrieben. Für die Familien zählt doch, was unter dem Strich passiert und dass es sozial gerecht zugeht. Niemand wird durch das neue Modell entlastet, im Gegenteil: Für alle Einkommensstufen ab 36.814 Euro und damit auch für viele Geringverdiener ist das Ergebnis, dass sie sechs Monate mehr Beiträge bezahlen müssen als bislang.“

In der höchsten Einkommensstufe liegt die Mehrbelastung pro Kind sogar bei mehr als 2.214,96 Euro. „Wenn das die neue Familienpolitik à la schwarz-grün ist, können wir uns warm anziehen“, so Dr. Heinen weiter. Und wenn auf diese Art und Weise der angebliche Anspruch auf eine transparente Bürgerinformation umsetzt wird, auch. Die SPD-Fraktion setzt sich weiterhin für grundsätzlich kostenfreie Bildung ein und wird an diesem Ziel trotz der dieses von grün-schwarz verursachten Rückschritts auch in Zukunft festhalten.

Die hierfür erforderliche Änderung der Elternbeitragssatzung wird in der nächsten Ratssitzung am 28.06.2016 beraten.

 

Beispielrechnungen (jeweils 45 Wochenstunden)

Familien mit einem Einkommen zwischen 12.271 und 24.542 Euro brutto:

zahlen bisher in 18 beitragspflichtigen Monaten: 18 x 28,70 = 516,60 Euro
zahlen künftig in 24 beitragspflichtigen Monaten: 24 x 21,53 = 516,72 Euro

In dieser Einkommensstufe gibt es also keine Entlastung für die Familie.

Familien mit einem Einkommen zwischen 24.542 und 36.813 Euro brutto:

zahlen bisher in 18 beitragspflichtigen Monaten: 18 x 56,00 = 1.008,00 Euro
zahlen künftig in 24 beitragspflichtigen Monaten: 24 x 42,00 = 1.008,00 Euro

Auch für die Familien in dieser Einkommensstufe gibt es keinerlei Entlastungen.

Familien mit einem Einkommen zwischen 36.813 und 49.084 Euro brutto

zahlen bisher in 18 beitragspflichtigen Monaten: 18 x 123,67 = 2.226,06 Euro
zahlen künftig in 24 beitragspflichtigen Monaten: 24 x 123,67 = 2.968,08 Euro

Auch viele Familien mit einem geringen Monatseinkommen müssen künftig eine Mehrbelastung in Höhe von 742,02 Euro tragen.

Familien mit einem Einkommen über 100.000 Euro brutto.

zahlen bisher in 18 beitragspflichtigen Monaten: 18 x 369,16 = 6.644,88 Euro
zahlen künftig in 24 beitragspflichtigen Monaten: 24 x 369,16 = 8.859,84 Euro

Familien in dieser Einkommensstufe tragen eine Mehrbelastung von 2.214,96 Euro.

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Schwarz-Grün setzt KITA-Beitragserhöhung durch

Aus der Ratsfraktion

Wie man ein Betreuungsangebot auf Kosten eines anderen finanziert

DieHeinen_Ralf_Dr_125q schwarz-grüne Koalition im Rat der Stadt Köln hat im Schulausschuss die Streichung von sechs beitragsfreien KiTa-Monaten beschlossen und belastet damit Kinder und Eltern. Hierzu erklärt Dr. Ralf Heinen, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: “Was die Koalition hier macht, ist eine offene Beitragserhöhung – auf dem Rücken der Kinder und ihrer Eltern. Wir fordern seit langem beitragsfreie Bildung – von der KiTa bis zur Hochschule. Bildung hat für uns die oberste Priorität – unabhängig vom Einkommen der Eltern. CDU und Grüne sehen das offensichtlich anders.”

DerFranz Philippi Schulausschuss befasste sich mit einer Verwaltungsvorlage zum bedarfsgerechten Ausbau des offenen Ganztags. Franz Philippi, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, hierzu: “Selbstverständlich ist es richtig und absoluter Konsens, die OGTS-Plätze auszubauen, aber die Beitragsfreiheit in der KiTa ist nicht minder wichtig und wir lassen es nicht zu, diese beiden wichtigen Bildungsbausteine gegeneinander auszuspielen!”

Die SPD-Fraktion wird ihre Position in die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am heutigen Dienstag erneut einbringen. „Unsere Linie ist klar: Diese Erhöhung der KiTa-Beiträge ist mit uns nicht zu machen!“

Weitere Informationen zur SPD-Position im Faktencheck.

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