Neue Dimension des Operndebakels?

Aus der Ratsfraktion

Prof. Schäfer: Anonymer Brief gibt Rätsel auf. Rasche Transparenz und lückenlose Aufklärung notwendig. Reker steht bei „Chefsache“ Bühnen im Wort.

Prof. Klaus Schäfer: “Die Oberbürgermeisterin hat das Gelingen zur Chefsache gemacht. Daher muss sie jetzt alles tun, um Klarheit und Transparenz zu schaffen.”

Die anonymen Vorwürfe gegen den technischen Betriebsleiter Bernd Streitberger dürfen nicht bagatellisiert werden. Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Die Nachrichten über die Oper insgesamt erfüllen uns mit großer Sorge. Frau Reker hat Herrn Streitberger persönlich ins Amt geholt, um den Opernbau reibungslos über die Bühne zu bringen. Wir waren damals aufgrund seiner Vorgeschichte mit dem Projekt sehr skeptisch. Es zeigt sich: Die Kosten steigen immer höher, der Eröffnungstermin verschiebt sich weiter. Die anonymen Vorwürfe muss Herr Streitberger jetzt lückenlos ausräumen. Das Vertrauen der Kölnerinnen und Kölner in das Projekt Bühnensanierung verträgt keine weiteren Rückschläge.“

Die SPD-Fraktion kritisiert den Weiterbau der Oper massiv und fordert seit Monaten einen Stopp der Bauarbeiten, um zu prüfen, ob es günstigere Alternativen zum Opernhaus am Offenbachplatz gibt. Prof. Schäfer: „Das Gutachten zur Bühnensanierung hat inzwischen zweifelsfrei ergeben, dass die Planungen vor Beginn der Bauarbeiten mangelhaft aufgesetzt waren und später nicht eng genug begleitet wurden. Als Erster Betriebsleiter der städtischen Gebäudewirtschaft war Bernd Streitberger damals maßgeblich hierfür verantwortlich. Die Oberbürgermeisterin hat das Gelingen zur Chefsache gemacht. Daher muss sie jetzt alles tun, um Klarheit und Transparenz zu schaffen.“

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Corboud: Ultimatum läuft ab

Aus der Ratsfraktion

Stifterwitwe drohte mit Abzug von Kunstwerken aus Köln. Keine Beschlussvorlagen in den zuständigen Ausschüssen

Prof. Klaus Schäfer: “Die Oberbürgermeisterin sollte genau darauf achten, wie sie mit den Stiftern und Mäzenen umgeht.”

Marisol Corboud, Witwe des im vergangenen Jahr verstorbenen Kunststifters Gérard Corboud, hatte der Stadt ein Ultimatum bis zum 4. Mai gestellt, sich zu einem eindeutigen Zeitplan für den Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud zu bekennen. Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, sorgt sich: „Das Ultimatum von Frau Corboud war eindeutig! Nichtsdestotrotz liegen für die kommenden Ausschusssitzungen keinerlei Unterlagen vor, die den Erweiterungsbau auf den Weg bringen könnten. Das ist ein fatales Signal für den Kunststandort Köln!“

Corboud hatte angekündigt, andernfalls Bilder der Sammlung Surpierre aus dem Museum abzuziehen. Prof Schäfer: „Die Oberbürgermeisterin sollte genau darauf achten, wie sie mit den Stiftern und Mäzenen umgeht. Dank ihnen ist Köln sehr reich an kulturellen Schätzen. Aber die Stifter haben ein feines Gespür dafür, ob man ihnen auch mit Dankbarkeit und Respekt entgegentritt. Und Corboud wartet jetzt seit 17 Jahren auf den versprochenen Museumsbau. Wir brauchen endlich ein klares Konzept mit verlässlichem Zeitplan und belastbarem Kostenplan.“

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SPD bekennt sich zur Historischen Mitte

Aus der Ratsfraktion

Jahrhundertchance, Kölner Geschichte im Zentrum zusammenzuführen. Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Zukunft für das Zeughaus sichern.

Prof. Klaus Schäfer: “Im neuen Gebäude und mit modernem Konzept wird das Stadtmuseum eine Kultur- und Bildungseinrichtung für Kölnerinnen und Kölner sowie ein Besuchermagnet für Menschen aus aller Welt sein.”

Die SPD im Kölner Stadtrat bekennt sich zum Projekt der Historischen Mitte. Am Mittwochabend hat sich die Fraktion einstimmig für den Neubau des Kölnischen Stadtmuseums am Roncalliplatz ausgesprochen. Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher: „Uns bietet sich die Jahrhundertchance, die Kölner Geschichte an diesem zentralen Ort zusammenzuführen. Mit dem neuen Gebäude kann das Kölnische Stadtmuseum endlich aus seinem Nischendasein heraustreten. Im neuen Gebäude und mit modernem Konzept wird das Stadtmuseum eine Kultur- und Bildungseinrichtung für Kölnerinnen und Kölner sowie ein Besuchermagnet für Menschen aus aller Welt sein.“

Wichtig ist, dass der Bau auch tatsächlich im geplanten Zeit- und Kostenrahmen fertiggestellt wird. Prof. Schäfer weiter: „In den letzten Monaten und Jahren wurde viel Vertrauen verspielt – gerade was den Bau von Kulturbauten angeht. Umso wichtiger ist es, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit wie dem Bühnendesaster wirklich lernt: erst planen, dann bauen. Mit der Kirche als seriösem Partner ist dafür eine wichtige Voraussetzung geschaffen.“

Michael Frenzel: “Die Historische Mitte ergänzt das städtebauliche Ensemble im Schatten des Doms und lädt zu einer großartigen Zeitreise durch die Stadtgeschichte ein.”

Aktuell ist das Stadtmuseum im Zeughaus untergebracht. Prof. Schäfer fordert: „Für das Zeughaus muss jetzt schnell ein Zukunftskonzept entwickelt werden. Hier muss die Stadtverwaltung schnell liefern. Ein Zustand wie beim alten Rautenstrauch-Joest-Museum am Ubierring darf sich keinesfalls wiederholen.“

 

Michael Frenzel, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, betont die städtebaulichen Chancen des Vorschlags: „Die Historische Mitte ergänzt das städtebauliche Ensemble im Schatten des Doms und lädt zu einer großartigen Zeitreise durch die Stadtgeschichte ein. Der aktuelle Entwurf ist dieses herausragenden Ortes der Via Culturalis würdig. An einzelnen Punkten – beispielsweise der Fassadengestaltung und Eingangssituation – sehen wir noch Verbesserungsbedarf. Dazu werden wir uns im weiteren Planungsprozess konstruktiv einbringen.“

Prof. Klaus Schäfer: „Uns bietet sich die Jahrhundertchance, die Kölner Geschichte an diesem zentralen Ort zusammenzuführen.” Bild: © Staab Architekten GmbH

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Historische Mitte nimmt endlich Gestalt an

Aus der Ratsfraktion

SPD sieht Jahrhundertchance, Kölner Geschichte im Zentrum zusammenzuführen. Stadt muss verlorenes Vertrauen in Großprojekte zurück gewinnen. Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.

Martin Börschel MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Martin Börschel: “Mit der Historischen Mitte bietet sich jetzt die Jahrhundertchance, die Kölner Geschichte an einen Ort zusammenzuführen.”

Die SPD im Kölner Stadtrat begrüßt, dass es bei den Planungen zur Historischen Mitte endlich voran geht. Viel zu lange hatte die Stadtverwaltung das Projekt auf die lange Bank geschoben. Fraktionsvorsitzender Martin Börschel: „Es handelt sich bei der Historischen Mitte um das zentrale städtebauliche Ensemble in Köln schlechthin. Hier bietet sich jetzt die Jahrhundertchance, die Kölner Geschichte an einen Ort zusammen zu holen. Wenn wir sie jetzt nicht nutzen, werden zukünftige Generationen nicht die Möglichkeit haben, diese Entscheidung zu korrigieren. Daher freut es uns besonders, dass die Oberbürgermeisterin unseren Vorschlag aufgegriffen hat, hier mit der Hohen Domkirche als starkem Partner zu kooperieren.“

Die Stadt muss verlorenes Vertrauen der Kölnerinnen und Kölner in Großprojekte zurück gewinnen.

Wichtig ist, dass der Bau auch tatsächlich im geplanten Zeit- und Kostenrahmen fertiggestellt wird. Börschel weiter: „Nach den vielen Hiobsbotschaften bei den Kulturbauten in den letzten Monaten und Jahren ist es wichtig, dass die Stadt endlich das Vertrauen der Kölnerinnen und Kölner zurückgewinnt. Mit der Kirche als seriösem Partner ist eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen. Nun ist es wichtig, dass Lehren aus vergangenen Baukatastrophen wie dem Bühnendesaster auch wirklich gezogen werden. Also wirklich erst planen, dann bauen. Wir brauchen echte Stabilität und Validität in der Kostenprognose. Schlechte Überraschungen müssen ausgeschlossen sein!“ Die SPD-Fraktion hatte erst im Februar diesen Jahres im Stadtrat gefordert, endlich aus dem Debakel um die Bühnen zu lernen und die Bauprozesse darauf basierend neu zu ordnen. Leider hat dies damals noch keine parlamentarische Mehrheit gefunden. Umso wichtiger ist uns, dass die Stadt ihr Handeln von sich aus daran ausrichtet.

Dann irritiert es aber doch, dass die Stadt bei der Organisation des Projektes trotzdem Fragen offen lässt. Börschel: „Es mag gute Gründe geben, für die Bauherrengemeinschaft eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts zu gründen. Nach eigenen Angaben hat die Oberbürgermeisterin jedoch gar nicht detailliert geprüft, ob die Stadt eine solche Gesellschaft überhaupt gründen darf. Hoffentlich deutet sich hier nicht schon die nächste Pleite an.“

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Wallraf-Richartz-Museum: Steht der Erweiterungsbau in Frage?

Aus der Ratsfraktion

Grundsätzlicher Beschluss angekündigt. Verwaltung kann Zeitplan nicht benennen. SPD befürchtet nachhaltigen Schaden für Kulturstadt Köln.

Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Stellt die Stadtspitze den Erweiterungsbau für das Wallraf-Richartz-Museum in Frage? Das jedenfalls konnte man einer Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion entnehmen. Demnach scheint offensichtlich alles offen und dem Stadtrat soll im Dezember 2018 ein grundsätzlicher Beschluss vorgelegt werden. Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, ist von dieser Ankündigung alarmiert: „Wir haben bereits etliche grundsätzliche Beschlüsse zum Erweiterungsbau gefasst und waren schon viel weiter. Wofür denn jetzt plötzlich nochmal ein grundsätzlicher Beschluss? Da klingen bei mir alle Alarmglocken, ob die Stadtspitze sich von dem Projekt verabschieden möchte.“

Vor mittlerweile 17 Jahren hat der kürzlich verstorbene Kunstsammler Gérard J. Corboud der Stadt Köln seine Sammlung mit hochkarätigen impressionistischen und neoimpressionistischen Werken als „ewige Leihgabe“ zur Verfügung gestellt. Schon damals wurde in Aussicht gestellt, die Werke in einem Erweiterungsbau angemessener zu präsentieren. Seither gab es wiederholt politische Beschlüsse und Zusagen. Im November 2013 wurde der Siegerentwurf eines Architektenwettbewerbs vorgestellt. Prof. Schäfer weiter: „Wir wollen endlich wissen, wie der Zeitplan für den Bau aussieht. Stattdessen erklärt uns die Stadtverwaltung, dass sie das Ziel hat, das Vorhaben vergaberechtskonform umzusetzen, und der Baubeginn vom Baubeginn abhängt. Das lässt viele Frage offen. So baut die Bauverwaltung sicherlich kein neues Vertrauen gegenüber der Politik auf!“

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte die Kommunikation mit dem Stifterehepaar persönlich übernommen, Baudezernentin Blome die jetzige Antwort freigegeben. Prof. Schäfer: „Ginge es nur um dieses eine Projekt, wäre das Verfahren ja schon schlimm genug. Immerhin handelt es sich um eine international hochrenommierte Sammlung. Aber diese Hängepartie schreckt ja auch andere Stifter ab. Das schadet der Kulturstadt Köln nachhaltig.“

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Jahrhundertchance für Köln

Aus der Ratsfraktion

Historische Mitte bietet eine einmalige Gelegenheit für Köln. Die Kölner Geschichte wird an einem Ort zusammengeholt. Die Stadtspitze muss sich zum Projekt bekennen und Zahlen vorlegen.

Domprobst Gerd Bachner: “Wenn man in einer bestimmten Zeit eine Entscheidung nicht trifft, dann trifft die Zeit die Entscheidung.” Bild: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44086850

Am Roncalliplatz direkt am Dom bietet sich für Köln eine Jahrhundertchance, die jetzt ergriffen werden muss: Sowohl das Kurienhaus des Kölner Doms als auch das Römisch-Germanische Museum inklusive seines Verwaltungsgebäudes sind in einem Zustand, dass sie dringend kernsaniert oder komplett neu gebaut werden müssen. Damit ergibt sich die Möglichkeit für beide ein Gesamtensemble aus einem Guss zu schaffen und zusätzlich auch noch das Kölnische Stadtmuseum an diesem zentralen Ort prominenter als bisher zu präsentieren. Auch das Zeughaus als bisheriger Standort des Stadtmuseums ist stark sanierungsbedürftig. Damit würden dann die römisch-germanische Geschichte, die Domgeschichte und die übrige Stadtgeschichte an einem Ort zusammengeführt. Diese Idee hatte der damalige Oberbürgermeister Jürgen Roters 2014 präsentiert.

Jetzt hat sich Domprobst Gerd Bachner zu Wort gemeldet. Er bedauert, dass die Stadtspitze die Leidenschaft, die zur Durchführung eines solchen Projektes nötig wäre, vermissen lässt. Doch die Weichen müssen jetzt gestellt werden. Andernfalls wird das Domkapitel das Kurienhaus für sich neu bauen und das Verwaltungsgebäude des Römisch-Germanischen Museums saniert werden. Die einmalige Gelegenheit wäre für Generationen dahin. Bachner sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger: „Wir müssen leben und nicht gelebt werden. Und wenn man in einer bestimmten Zeit eine Entscheidung nicht trifft, dann trifft die Zeit die Entscheidung.“

Martin Börschel MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Martin Börschel: “Es freut uns, dass das Domkapitel mit einer solchen Leidenschaft für dieses Projekt kämpft. Diese Leidenschaft muss endlich auch die Stadtspitze erfassen.“

Die SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat unterstützt die Idee, die Jahrhundertchance zu ergreifen. Fraktionsvorsitzender Martin Börschel erklärt: „Es handelt sich bei der Historischen Mitte um das zentrale städtebauliche Ensemble in Köln schlechthin. Hier bietet sich die Jahrhundertchance, Kölner Geschichte an einen Ort zusammen zu holen. Die jetzigen Gebäude müssen ohnehin neu gebaut bzw. von Grund auf saniert werden. Es freut uns, dass das Domkapitel mit einer solchen Leidenschaft für dieses Projekt kämpft. Diese Leidenschaft muss endlich auch die Stadtspitze erfassen.“

Die Stadt muss jetzt schnell belastbare Zahlen vorlegen, wieviel das Projekt kostet und wie lange es dauert. Nur so können die zuständigen seriös über die Möglichkeiten beraten. Und nur so kann diese für Köln einmalige Chance verwirklicht werden.

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Zukunft der Bühnenwerkstätten steht in den Sternen

Aus der Ratsfraktion

Oberbürgermeisterin verhindert Abstimmung für günstigere Bühnenwerkstätten. Miete für bisherige Werkstätten verdoppelt sich.

Prof. Klaus Schäfer: “Plötzlich aber weiß die Stadtverwaltung nicht mehr, was sie eigentlich selber will?”

Der Bühnenausschuss des Stadtrates sollte am Dienstag einen Neubau der Bühnenwerkstätten beschließen. Hierzu wurde von Seiten der Stadtverwaltung ein Neubau auf dem Gelände des WDR in Bocklemünd oder aber in der Hugo-Eckener-Straße in Ossendorf vorgeschlagen. Die Fläche in Ossendorf bietet für den Neubau bessere Möglichkeiten: Sie befindet sich im Besitz der Stadt, ist besser an den ÖPNV angebunden, wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern favorisiert und ist auch noch günstiger. Daher hat sich die SPD im Stadtrat für diese Variante ausgesprochen.

Unmittelbar vor Beginn der Sitzung hat das Büro der Oberbürgermeisterin die Vorlage jedoch zurückgezogen. Warum? Haben die öffentlichen Äußerungen der SPD und auch der CDU pro Ossendorf bei der Oberbürgermeisterin für Unmut gesorgt? Sollte verhindert werden, dass ein Konflikt zwischen CDU und Grünen hier öffentlich wird? Die Hintergründe bleiben nebulös. Klar ist nur: Der Neubau verzögert sich jetzt auf unbestimmte Zeit.

Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, erklärt hierzu: „Das ist eine Farce und mehr als ärgerlich! Seit Monaten diskutieren wir über den Neubau der Werkstätten und waren uns einig, jetzt wird entschieden. Plötzlich aber weiß die Stadtverwaltung nicht mehr, was sie eigentlich selber will? Dies ist kein ordnungsgemäßes Vorgehen. Wir zahlen immer mehr, denn die Miete für die bisherigen Werkstätten in der Oskar-Jäger-Straße hat sich hierdurch jetzt fast verdoppelt. Das ist eine Verschwendung von Steuergeldern und ist auch für die Bühnen nicht erträglich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Klarheit über die Zukunft der Werkstätten. Sie sind in den alten Werkstätten über Gebühr belastet.“

Nach der grundsätzlich Entscheidung für einen Neubau war durch die Stadtverwaltung bereits der Mietvertrag für die bisherigen Werkstätten gekündigt worden. Damit ist der bisher günstige Mietpreis in der Oskar-Jäger-Straße nicht mehr länger zu realisieren.

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Bühnenwerkstätten nach Ossendorf

Aus der Ratsfraktion

Standort kostet weniger Geld und ist besser geeignet

Prof. Klaus Schäfer: “Es kann nicht sein, dass man sich für eine schlechtere und gleichzeitig teurere Variante entscheidet.”

Die SPD im Stadtrat spricht sich für einen Neubau der Bühnenwerkstätten in Ossendorf aus. Die aktuell genutzten Räumlichkeiten in Ehrenfeld sind lediglich gemietet und entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. In Ossendorf bietet sich die Möglichkeit, einen Neubau auf einer Fläche an der Hugo-Eckener-Straße zu realisieren, die der Stadt heute bereits gehört. Auch bietet das Grundstück mehr Freiheiten und Möglichkeiten zum Bau einer zeitgemäßen und nutzerfreundlichen Werkstatt.

Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Der Standort in Ossendorf bietet viele Vorteile gegenüber allen anderen in Frage kommenden Flächen. Es kann nicht sein, dass man sich dennoch für eine schlechtere und gleichzeitig teurere Variante entscheidet. Es geht hier immerhin um Steuergelder!“

In der Vergangenheit gab es auch Überlegungen, die Einrichtung auf dem Gelände des WDR in Bocklemünd zu bauen. Davon erhoffte man sich Kooperationsvorteile mit dem WDR, welche sich jedoch bei einer genauen Untersuchung im Auftrag der Stadtverwaltung als nicht so groß herausstellten. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprachen sich mit großer Mehrheit gegen einen Umzug nach Bocklemünd aus.

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Erst planen, dann bauen!

Aus der Ratsfraktion

Gutachten zu Fehlern bei der Bühnensanierung bestätigt Kritikpunkte der SPD. Die Stadt muss für die Zukunft aus den Fehlern lernen.

Prof. Klaus Schäfer: “Das Gutachten bestätigt unsere Forderung: ‘Erst planen, dann bauen!'”

Lange wurde auf das angekündigte Gutachten zu den Problemen bei der Bühnensanierung am Offenbachplatz gewartet. Das jetzt vorliegende Papier bestätigt die wiederholt von der SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat geäußerte Kritik: Die entscheidenden Fehler, die das Projekt ins Chaos gestürzt und den Offenbachplatz zu einem Millionengrab gemacht haben, wurden bereits in der Anfangsphase der Planung begangen – und dann keineswegs korrigiert, sondern im Gegenteil ohne Rücksicht auf auftretende Konflikte umgesetzt. Die Gutachter empfehlen der Stadtverwaltung für zukünftige Projekte, sich stets am Grundsatz „Erst planen, dann bauen!“ zu orientieren – wie es die SPD bereits seit langem fordert.

Prof. Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, fühlt sich bestätigt: „Wir werden uns das Gutachten sorgfältig anschauen. Der erste Blick aber zeigt: Wir lagen mit unserer Vermutung richtig, dass das Projekt mit einer derart fehlerhaften Planung gar nicht zu einem Erfolg geführt werden konnte. Wir haben es jetzt schwarz auf weiß: Wenn sich die Verantwortlichen nicht an den Grundsatz ‚Erst planen, dann bauen!‘ halten, gehen solche Großprojekte schief. Umso mehr müssen wir darauf achten, dass bei der Neuaufstellung der Bühnensanierung erst sorgfältig geplant und dann gebaut wird. Sorgfalt steht vor dem Druck einer früheren Wiedereröffnung! Es dürfen nicht erneut Planungsphasen zusammengestrichen und Bauarbeiten vorzeitig begonnen werden.“

Martin Börschel MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Martin Börschel: “Zentrale Fehler dürfen sich nicht wiederholen!”

Fraktionschef Martin Börschel ergänzt: „Wir haben im Juli noch einmal eindringlich die Prüfung möglicher Alternativen zur Bühnensanierung am Offenbachplatz gefordert – zurecht, wie wir jetzt bestätigt werden. So wie das Projekt nun geführt wird, laufen die Verantwortlichen wieder in die gleiche Falle wie beim letzten Mal. Als Betriebsleiter der städtischen Gebäudewirtschaft war Bernd Streitberger damals dafür verantwortlich, dass die Planungen mangelhaft aufgesetzt und dann auch nicht eng genug begleitet wurden. Als nun verantwortlicher Betriebsleiter der Bühnen fordern wir Herrn Streitberger auf, sich an die Empfehlung der Gutachter zu halten und erst zu planen, dann zu bauen. Zentrale Fehler der Vergangenheit dürfen sich jetzt nicht wiederholen – weder am Offenbachplatz, noch an einem möglichen Alternativstandort.“

Veröffentlicht am in Kunst & Kultur, Ratsfraktion, Rechnungsprüfungsausschuss

Kein blindes “Weiter so!” am Offenbachplatz – unser Faktencheck

Aus der Ratsfraktion

Unsere Initiative zur Zukunft der Bühnensanierung und unsere Forderung nach einer Prüfung möglicher Alternativen zu einem Weiterbau der Oper am Offenbachplatz hat viele Menschen bewegt. Uns haben in diesem Zusammenhang viele Fragen zum Thema erreicht. Wir haben die Antworten dazu in einem ausführlichen Faktencheck zusammengefasst:

 

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