Wohnen. Bezahlbar. Machen.

Ratsreport vom 5. Juli 2018

Aus der Ratsfraktion

Der Ratsreport der Sitzung vom 5. Juli 2018. Wie immer mit allen wichtigen Entscheidungen der heutigen Sitzung.

Thema war diesmal:

  • Zukunft für Meschenich gestalten
  • Neues Bezirksrathaus Innenstadt im zukünftigen Laurenz-Viertel
  • Kein Platz für Antisemitismus in Köln!
  • SPD fassungslos über Umgang mit der Kämmerin Gabriele C. Klug
  • Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des Schulbaunotstandes
  • Fördermittel für sozialen Zusammenhalt
  • „Raus aus der Kreidezeit“ – Schultafeln interaktiv
  • Mehr Busse fahren ab dem Fahrplanwechsel 2018
  • Kinderfreundliche Kommune – wir bleiben weiter dran!
  • SPD für Job-Fahrräder – ohne Nachteile für Arbeitnehmer*innen
  • Römisch-Germanisches Museum: Gute Lösung, doch unnötig hohe Kosten
  • Gute Nachrichten für Vereine: Keine Nutzungsgebühren für Sportplätzen und -hallen

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Jochen Ott zum Thema “Abgebrochene Tarifverhandlungen am Flughafen Köln/Bonn im Bereich Bodenverkehrsdienste”

Aus der Partei

„ Die KölnSPD fordert die Geschäftsführung des Flughafens Köln/Bonn mit Nachdruck auf, die einseitig abgebrochenen Tarifverhandlungen für die Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste wieder aufzunehmen und nicht mit der Existenz von 154 Beschäftigten zu spielen. Dazu der SPD-Vorsitzende Jochen Ott: “Von Bund, Land und Stadt Köln als Miteigentümern des Flughafens muss jetzt ein klares Signal ausgehen: Rüde Methoden wie Tarifflucht und Outsourcing haben bei einem öffentlichen Unternehmen nichts verloren. Die Miteigentümer haben eine gemeinsame Verantwortung und eine Vorbildfunktion. Gute Arbeit gibt es nur zu fairen Bedingungen. Es geht hier um die Existenzen von 154 befristet Beschäftigten und Leiharbeitern.  Es ist am Flughafen Köln/Bonn bewährte Tradition, in Verhandlungen und Gesprächen gute Lösungen zu finden. Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“

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Gemeinsam für Kölns Zukunft

Aus der Ratsfraktion

SPD und Ratsgruppe BUNT beschließen Zusammenarbeit. Über große inhaltliche Schnittmengen gemeinsam die Schlagkraft erhöhen. 

Die SPD im Rat der Stadt Köln und die Ratsgruppe BUNT werden zukünftig noch enger zusammenarbeiten. Konkret bedeutet das, dass die Ratsgruppe BUNT künftig an Sitzungen sowie thematischen Arbeitskreisen der SPD-Fraktion teilnehmen wird. Das haben SPD-Fraktion und Ratsgruppe BUNT, die bis Herbst 2017 als „Piratengruppe“ im Stadtrat firmierte, am Mittwochabend beschlossen.

Martin Börschel

Martin Börschel, Fraktionsvorsitzender: “Wir freuen uns auf die Partnerschaft.”

Martin Börschel, SPD-Chef im Stadtrat: „Wir freuen uns auf die neue Partnerschaft mit den Bunten. Wir haben in den letzten vier Jahren deutlich unsere großen inhaltlichen Schnittmengen gesehen – sei es beispielsweise bei der Integration von Geflüchteten oder beim Thema Digitalisierung. Gleichzeitig sind die Bunten mit kreativen und unkonventionellen Ideen aufgefallen, mit denen sie auch Mehrheiten überzeugen konnten. Ich erinnere nur an den fahrscheinlosen Tag bei der KVB.“

Auch Thomas Hegenbarth, Sprecher der Ratsgruppe BUNT, erhofft sich von der Kooperation neue Impulse: „Die Stadtverwaltung hat uns zuletzt Steine in den Weg gelegt. Sie hat uns in unseren bisherigen Möglichkeiten, Anträge und Anfragen zu stellen, massiv beschnitten. Durch die Zusammenarbeit mit der SPD können wir uns über politische Ideen und Initiativen besser austauschen und damit unsere Ideen für ein fortschrittliches Köln weiterhin in den Stadtrat einbringen.“

Die NRW-Gemeindeordnung und die Geschäftsordnung des Stadtrats eröffnen die Möglichkeit für fraktionslose Ratsmitglieder, ohne Verlust des eigenen Status als „Hospitierende“ mit einer Fraktion zusammenzuarbeiten. Hegenbarth weiter: „Für die SPD-Fraktion sprechen neben Professionalität und Verlässlichkeit insbesondere die vielen inhaltlichen Übereinstimmungen, gerade in den wichtigen Bereichen Schule, digitale Verantwortung und soziales Handeln. Wir freuen uns, dass wir bei der SPD-Fraktion offene Ohren und jetzt auch offene Türen gefunden haben. Es steht fest: Diese Stadt kann noch einiges von uns erwarten!“

Lisa Gerlach, Ratsmitglied der Ratsgruppe BUNT, ergänzt: „Wir sind bereit, Verantwortung für diese Stadt zu übernehmen. Daraus haben wir nie einen Hehl gemacht und dies schon vor drei Jahren bei der Diskussion um eine ‚Paprika-Koalition‘ mit SPD und Grünen verdeutlicht. Diese verstärkte Zusammenarbeit bietet uns die Möglichkeit, unser eigenes Programm weiterzuentwickeln und gleichzeitig weiterhin wichtige Impulse für mehr Transparenz, die Verkehrswende, soziale Teilhabe für alle Kölnerinnen und Kölner und die digitale Agenda zu setzen.“

Martin Börschel abschließend: „Unsere Stadt steht vor großen Herausforderungen: Wir brauchen dringend neue, bezahlbare Wohnungen für alle Kölnerinnen und Kölner. Wir brauchen gute Schulen und Kitas, wohnortnah und für alle Kinder. Und wir brauchen einen Ausbau der öffentlichen Infrastruktur, damit der Stillstand in Köln ein Ende hat. Gemeinsam mit der Ratsgruppe BUNT können wir jetzt noch lauter die Stimme für Kölns Zukunft erheben.“

Fraktionsvorsitzender Martin Börschel (r.) und Geschäftsführerin Barbara Lübbecke (l.) freuen sich, gemeinsam mit Lisa Gerlach (2. v. r.) und Thomas Hegenbarth (2. v. l.) zukünftig noch schlagkräftiger die Stimme für Kölns Zukunft erheben zu können.

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Zukunft für Meschenich

Aus der Ratsfraktion

SPD will Veedel aus Abwärtsspirale holen. Zahlreiche Ansätze für den Stadtteil: Bessere ÖPNV-Anbindung, Ausbau der Infrastruktur, homogene Besitzerstruktur am „Kölnberg“

Die SPD-Fraktion fordert in der nächsten Ratssitzung ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stärkung des Stadtteils Meschenich. Rafael Struwe, Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss und lokales Ratsmitglied: „Meschenich ist ein vergessener Stadtteil. Dabei sind die Probleme lange bekannt: Die Anbindung an die Stadt ist miserabel, die Infrastruktur vor Ort stirbt langsam aus und der Ortskern versinkt jeden Tag im Verkehr. Auch die sozialen Spannungen am ‚Kölnberg‘ sind weiter ungelöst. Wir wollen das Veedel aus der Abwärtsspirale herausholen und Meschenich eine Zukunft geben.“

Rafael Struwe: “Wir wollen Meschenich eine Zukunft geben.”

Über das Förderprogramm „Starke Veedel – starkes Köln“ sind bereits zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung des Sozialraumes beschlossen worden. „Das reicht aber noch nicht“, so Struwe. „Wir müssen dringend die kleinteilige Eigentümerstruktur am „Kölnberg‘ angehen. Niemand fühlt sich so wirklich verantwortlich für das Veedel und sein Umfeld. Darum verkommen die Immobilien, gibt es Probleme mit Prostitution und Drogenhandel. Ein einzelner, großer Eigentümer kann die Siedlung zentral instand setzen und mehr Lebensqualität schaffen.“

Meschenich bietet darüber hinaus interessante Flächen zur Entwicklung weiterer Wohnbereiche, so zum Beispiel im Meschenicher Norden und östlich der Brühler Landstraße gegenüber einem Discounter. „Dies wäre nicht nur ein Beitrag zur Bekämpfung des gesamtstädtischen Wohnungsproblems, sondern ein Motor für eine Aufwärtsentwicklung des Veedels – insbesondere, um Defizite in der Infrastruktur zu beheben. Einen Supermarkt wird es dort vermutlich erst geben, wenn genügend Einwohnerinnen und Einwohner mit ausreichender Kaufkraft vorhanden sind.

Johannes Wascheck, stellvertretender Vorsitzender der Bürger- und Vereinsgemeinschaft Meschenich e.V., ergänzt: „Das wird alles nichts helfen, wenn Meschenich nicht endlich aus seiner Insellage befreit wird. Darum muss das Veedel dringend besser an den ÖPNV angebunden werden. Die Verlängerung der Bahnlinie bietet dafür eine große Chance.“

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Stadtrat setzt klares Zeichen gegen Antisemitismus

Aus der Ratsfraktion

Resolution von breitem Bündnis getragen. Möller: „Antisemitismus hat in Köln keinen Platz!“

Der Rat der Stadt Köln wird am kommenden Donnerstag auf Initiative der SPD-Fraktion eine Resolution gegen Antisemitismus verabschieden. Ein breites Bündnis aller demokratischen Fraktionen, Gruppen und Einzelmandatsträger verurteilt darin jede Form von Antisemitismus. Als weitere Maßnahmen sollen die Aufklärung über Antisemitismus und die Förderung von Toleranz an Kölner Schulen weiter verstärkt werden.

Monika Möller: “Köln ist eine tolerante und weltoffene Stadt. Antisemitismus hat in Köln keinen Platz!”

Ratsfrau Monika Möller engagiert sich seit vielen Jahren für die deutsch-israelische Freundschaft und leitet unter anderem den Städtepartnerschaftsverein Köln-Tel Aviv-Yafo. Sie erklärt zur Resolution: „Leider stellen wir fest, dass Antisemitismus auch 73 Jahre nach Ende der Nazi-Diktatur immer noch nicht überwunden ist. Gerade in der aktuellen Lage, in der Rechtsextreme wieder im Bundestag sitzen und sich der öffentliche Diskurs nach rechts verschiebt, müssen wir als Demokraten ein Zeichen setzen und klar dagegen halten. Deshalb bin ich sehr froh, dass es uns nach langen Gesprächen gelungen ist, eine gemeinsame Resolution aller demokratischen Fraktionen im Stadtrat zu formulieren. Köln ist eine tolerante und weltoffene Stadt. Antisemitismus hat in Köln keinen Platz!“

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