Schmerzgrenze lange überschritten

Offenbachplatz weiterhin Fass ohne Boden. Kostensteigerung um 6 Millionen Euro. Alternativen möglich?

Prof. Klaus Schäfer: “Wo liegt die Schmerzgrenze der Stadt in Bezug auf die weiter explodierenden Kosten?”

Erneut steigen die Kosten bei der Bühnensanierung am Offenbachplatz. Allein innerhalb des letzten Monats sind sie noch einmal um 6 Millionen Euro angewachsen. Für die SPD im Kölner Stadtrat ist das Grund genug, das Sanierungsprojekt erneut kritisch zu hinterfragen. Der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Prof. Klaus Schäfer, fragt: „Wo liegt die Schmerzgrenze der Stadt in Bezug auf die weiter explodierenden Kosten? Kommen jetzt stückenweise immer weitere Erhöhungen der Kosten auf uns zu? Die Sanierung sollte 2010 die kostengünstige Alternative zu einem Neubau sein. Davon kann schon lange keine Rede mehr sein.“

Im Sommer 2017 hatte die SPD-Fraktion angeregt, die Sanierung noch einmal grundsätzlich kritisch zu hinterfragen und mögliche Alternativen zu prüfen. Prof. Schäfer weiter: „Damals gingen wir davon aus, dass es die letzte Gelegenheit wäre, über einen Not-Exit aus dem Projekt nachzudenken. Doch nach wie vor stimmen Zeit- und Kostenplan ja nicht zuversichtlicher. Ich hatte gehofft, dass wir optimistischer nach vorne blicken können. Aber nun wird es wieder teurer und dauert wahrscheinlich auch länger. Nach über einem Jahr sieht die Lage für die städtischen Bühnen nicht besser aus.“

Weiterhin dunkle Wolken über der Bühnensanierung.

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