SPD fordert 2.000 neue Wohnungen für Studierende in Uni-Nähe

Drei aktuelle Großprojekte für Studierendenwohnungen nutzen. Stadt muss ihre Einflussmöglichkeiten nutzen. Auch das Land ist gefordert.

Wohnungen in Köln werden immer knapper und teurer – auch und gerade für Studierende. Daher fordert die SPD-Fraktion im Stadtrat mehr günstige Studierendenwohnungen in Uni-Nähe. In Köln bezahlen sie bundesweit mit die höchsten Preise für WG-Zimmer. Die Durchschnittsmiete für Studierende liegt um knapp 35 Euro über dem Landesschnitt.

Michael Frenzel: “Studi-Wohnungen bei aktuellen Projekten in Uni-Nähe konsequent mitdenken!”

Michael Frenzel, stadtentwicklungspolitischer Sprecher: „Unser Ziel ist es, kurz- bis mittelfristig rund 2.000 günstige Studierendenwohnungen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Universität zu schaffen. Das Potenzial ist eindeutig vorhanden – wenn man Studi-Wohnungen bei aktuellen Projekten in Uni-Nähe konsequent mitdenkt.“

Im Einzelnen fordert die SPD-Fraktion:

• Preiswerte Studierendenwohnungen im ehemaligen Gebäude der Bundesagentur für Arbeit an der Luxemburger Straße einrichten! Die Arbeitsagentur ist längst am Butzweilerhof, das alte Gebäude wurde an einen privaten Investor verkauft. Die Stadt muss auf den Investor einwirken, damit dieser dem Studierendenwerk Wohnungen zur Verfügung stellt.
• Planungen für den Neubau des Justizzentrums endlich angehen, Justiz-Hochhaus an der Luxemburger Straße freiziehen! Die Entscheidung der Stadt Köln für einen Neubau am Standort Hans-Carl-Nipperdey-Straße ist bereits 2014 gefallen – nur die Entscheidung des Landes steht noch aus. Parallel sollen Planungen für Wohnungen des Studierendenwerks im oder anstelle des Justizzentrums beginnen.
• So viel wie möglich, aber mindestens 150 geförderte Studierendenwohnungen im Hochhausprojekt Nördlich Colonius an der Subbelrather Straße verwirklichen und dem Studierendenwerk auch hier Wohnungen bereitstellen!

Frenzel weiter: „Das Land muss den Bau von Studierendenwohnungen viel stärker unterstützen. Nur so kann die Mietexplosion für die Studierenden gestoppt werden. Und das heißt, der Zuschuss ans Studierendenwerk muss wegen des angespannten Kölner Wohnungsmarktes dringend erhöht werden!“

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